27.04. – 29.04.2018 – Innsbruck (Alpine Trailrun Festival)

Am Freitag Morgen machten wir uns auf den Weg nach Innsbruck. Unsere Unterkunft hatten wir schon lange im Voraus gebucht. Die Fahrt nach Innsbruck verlief reibungslos. Nach unserer Ankunft machen wir uns am Weg Richtung Kongresszentrum. Dort fand die Ausgabe der Startnummern (für den Traillauf am nächsten Tag) statt. Beim Aushändigen wurde auch gleich das Gepäck – Erste Hilfe Set, Handy und das Laufequipment – kontrolliert. Ich hatte eine Kontrolle in der Form noch nie zuvor erlebt. Aber nachdem ich alles im Rucksack parat hatte war der Check schnell erledigt. Danach legten wir noch einen Stopp im Innsbrucker Hofgarten ein um den dortigen Spielplatz zu erkunden. Anschließend gingen wir zu unserer Unterkunft.

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Dort galt es für mich folgendes „Problem“ zu klären: Wie ich in den Tagen zuvor erfahren hatte war der Start für den Lauf am Samstag bereits für 08:00 Uhr angesetzt. Für mich galt es daher im Hotel die Uhrzeit fürs Frühstück abzuklären. Dieses fand leider erst ab 07:30 Uhr statt. Kaffee hätte ich ab 06:45 Uhr haben können. Nach langem hin und her entschied ich mich das Frühstück (Kaffee) auf den nahe gelegenen Bäcker zu verlegen.

Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer abgelegt hatten machten wir uns auf den Weg zurück in die Stadt. Nach einiger Zeit auf einem weiteren Spielplatz (ich glaube Innsbruck hat mehr Spielplätze als Einwohner) gingen wir Abendessen und suchten noch am Weg zurück ins Hotel nach dem Bäcker.

Nachdem um 06:00 Uhr endlich (sic!) der Wecker läutete (ich habe die – gefühlte – halbe Nacht davon geträumt dass ich den Wecker überhört habe) versuchte ich so leise wie möglich die letzten Vorbereitungen zu treffen um mich danach am Weg zum Bäcker bzw. zum Start zu machen. Beim Bäcker traf ich bereits einige andere Läufer. (Wie sich später im Gespräch mit einem anderen Läufer herausstellte war es nicht nur in meinem Hotel ein „Problem“ einen Kaffee etwas früher zu bekommen)

Pünktlich um 07:15 war ich beim verpflichtenden Race-Briefing. (Das war auch der Grund allen Übels warum ich überhaupt so zeitig das Hotel verlassen musste / hatte.) Die Sonne war um diese Uhrzeit bereits kräftig und daher war es ohne weiteres möglich „kurz/kurz“ die Dreiviertel Stunde bis zum Start abzuwarten.

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Um 08:00 Uhr fiel der Startschuss für den „K25“ und den „K65„. Zu diesem Zeitpunkt starteten gleichzeitig ca. 1000 Läufer. Die Strecke machte eine Schleife durch die Altstadt – vorbei am „Goldenen Dachl“ – und führte danach ca. 1,3 km den Inn entlang. Ich war froh dass die Strecke am Anfang nicht gleich bergauf ging. Somit konnte ich mich ein bisschen „einlaufen“. Nachdem wir den Inn überquerten (Gabi und Sarah warteten dort um mich anzufeuern) ging es das erste Mal bergauf Richtung Hungerburg. Aufgrund der vielen Läufer bildeten sich regelrecht Staus auf den engen Trails im Wald. Spätestens ab der Bergstation der „Hungerburgbahn“ zog sich das LäuferInnenfeld ein wenig in die Länge. Die Strecke führte nun oberhalb von Innsbruck in Richtung „Höttinger Bild“ wo sich die erste Labestelle befand. Am Weg dorthin querten wir den „Höttinger Graben“.

 

Die Labstelle hatte ich bitter notwendig da mein Trinkrucksack versagte. Zum Glück hatte ich eine verschließbare Wasserflasche mit dabei die ich vor Ort auffüllen konnte. Den halben Liter Wasser im Rucksack schleppte ich somit unnötig mit mir rum. Die Zeit – um zu schauen warum kein Wasser durch den Schlauch kam – wollte ich mir nicht nehmen. Von nun an ging es weiter Richtung Kranebitten und die Bezeichnung Traillauf hatte diese Veranstaltung mehr als verdient! Die Strecke führte über schattige Singeltrails, gespickt mit Wurzeln und Steinen … Trailläuferherz, was willst du mehr! 🙂 In Kranebitten fand ich es ziemlich amüsant, dass ein kurzes Stück des Bahnsteiges der Haltestelle Kranebitten, in die Laufstrecke eingebunden war. Kurz danach gab es wieder eine Labstelle. Nachdem wir den Inn überquert hatten ging es weiter – den Inn entlang – Richtung Völs. Ab Völs ging es den Axamer Bach entlang bergauf Richtung Axam. Langsam machte sich so etwas wie Vorfreude in mir breit. Nun konnte es nicht mehr all zu weit bis zum Ziel sein wo Gabi und Sarah auf mich warten würden. In Birgitz gab es zu meiner großen Überraschung noch eine Labestelle. Zugegeben, ich hatte die Positionen der Labstellen nicht im Kopf. Umso größer war die Freude, so kurz vorm Ziel, noch einmal die leeren Speicher aufzufüllen. Die letzten zwei Kilometer pushte ich mich mit Musik Richtung Ziel. Als meine Laufuhr bereits 25 Kilometer anzeigte, wurde kurz vorm Ziel meine Befürchtung wahr, dass das „grande Finale“ auf einer kurzen aber knallharten Steigung stattfand. Es standen bereits zahlreiche Zuschauer entlang der letzten 400 Meter und pushten die Läufer mit lauten Zurufen Richtung Ziel. Als ich die Ziellinie überschritten hatte konnte ich es erst gar nicht richtig fassen. Ich hatte das Ziel um 16 Minuten schneller erreicht als ich es mir „vorgenommen“ hatte. Einziger Wermutstropfen, Sarah und Gabi waren noch nicht da. Etwas planlos irrte ich im Ziel umher und plünderte erstmal die Labstelle.

 

Nach ca. 10 Minuten waren dann auch meine beiden Mädels da. Erst jetzt war ich richtig entspannt. Wir verbrachten noch eine Zeit lang im Zielbereich. Danach gingen wir zum Natterer See. Nachdem ich noch völlig überhitzt vom Lauf war wagte ich den Sprung (im Zeitlupentempo) ins eiskalte Nass.

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Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in Innsbruck mit Eis essen gehen, bummeln und einem herzhaften Abendessen im Theresienbräu.

Am Sonntag machten wir uns – mit einem kleinen Zwischenstop in Salzburg – am Weg zurück nach Wien.

Ich möchte an der Stelle DANKE & RESPEKT an .) die tolle Organisation .) und allen LäuferInnen (egal welcher Disziplin) aussprechen!

Link zur Veranstaltung: www.innsbruckalpine.at

Link zu den Fotos von www.sportograf.com

Veröffentlicht von Ständig in Bewegung

Reisen ist meine Leidenschaft. Für mich zählt auch schon eine Wanderung in den Wienerwald als Reise. Dieser Blog wird von solchen Ausflügen ebenso berichten wie von Reisen im klassischen Sinn. Seid gespannt!

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