22.09. – 24.09.2017 – Bad Gastein (Ultraks)

Mein diesjähriges „Lauf-Highlight“ war der „Ultraks“ (Traillauf) in Bad Gastein. Die Anreise erfolgte am Freitag mit der Bahn von Wien aus. Bad Gastein ist alle 2 Stunden – mit Umsteigen in Salzburg – von Wien aus erreichbar. (Es fahren zwar auch ein paar direkte Züge, aber mit diesen braucht man länger als mit jenen bei denen man umsteigen muss). Nachdem wir in Bad Gastein in unserer Unterkunft eingecheckt hatten besorgten wir im Hotel Grand De L’Europe die Startunterlagen für den Lauf. Danach gingen wir in die Pizzeria Abendessen. Natürlich konnte der Tag nicht ausklingen ohne wenigstens einmal den örtlichen Spielplatz zu testen.

Am nächsten Morgen klingelte mein Wecker bereits um 06:55. Der Startschuss zum Lauf fiel zwar erst um 09:30, aber ich wollte langsam in den Tag starten. Da es in der ersten Wochenhälfte zu einem unerwarteten Wintereinbruch kam wurden die Laufstrecken am Donnerstag noch einmal alle geändert. Somit führte auch meine Strecke leider nicht, wie ursprünglich geplant, rauf zum Stubnerkogel sondern nur bis zur Mittelstation der Stubnerkogelbahn.

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Dadurch reduzierte sich die Strecke auch von ursprünglich 17,4 auf 14,2 km. Die ursprünglich  +/- 1267 Höhenmeter wurden auf +/- 1061 Höhenmeter reduziert.

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Pünktlich zum Startschuss um 09:30 kam die Sonne hervor. Somit war auch klar dass der Lauf mit kurzer Hose und T-Shirt durchführbar sein wird. Zur Sicherheit war ich allerdings mit Armlingen und Loop unterwegs. Diese stellten sich beim Schwitzen auch als durchaus praktisch heraus. Auf die Beinlinge habe ich beim Start bereits verzichtet.

Der Lauf führte vom Start weg – bis auf ein paar Meter – permanent bergauf. Bis auf ein paar vereinzelte Schneeflecken war der Weg in einem guten Zustand.

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Nach ca. 1 Stunde habe ich die Mittelstation der Stubnerkogelbahn erreicht.

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„© sportograf

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Ab dort ging es noch ein paar Höhenmeter bergauf bis zur „Obere Zittauer Alm“. Ich freute mich schon darauf die erkämpften Höhenmeter (ca. 1000) wieder bergab laufen zu können bzw. meine Pace ein wenig zu verbessern. Allerdings sollte die Freude nicht lange währen. Der Weg bergab bis zur Böckfeldalm entwickelte sich zu einem Horrorszenario für mich. Nach ungefähr 10 Metern landete ich bereits das erste Mal im Schnee. Der Trail war mit Steinen und Wurzeln gespickt und war an manchen Stellen mehr Bach als Weg. Der Begriff „Traillauf“ machte seinem Namen alle Ehre! Ehrfürchtig stolperte ich Schritt für Schritt dem Tal entgegen und stellte bald fest dass ich bergauf auch nicht viel langsamer als bergab war.

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Besonders motivierend waren die LäuferInnen die im Eiltempo – wie Gemsen – an mir vorbei liefen. Allerdings waren dabei auch zwei besonders motivierte Läufer die es regelrecht zerlegte. (Immerhin diese Schmach blieb mir durch mein langsames Tempo erspart). Nach einer kurzen Frage ob es Ihnen gut gehe waren sie aber schon wieder auf und rasten den Berg hinab.  Ab der Böckfeldalm wurde der Weg auch für mich wieder „laufbarer“. Somit konnte ich mit der Aufholjagd auf mein Ziel „2:30:00“ beginnen. Ab Altböckstein wurde es wieder flach, zumindest für ein paar hundert Meter. Auf der anderen Seite des Tales ging es nämlich wieder den „Böcksteiner Waldweg“ (den Begriff hab ich von hier übernommen) bergauf. Dieser führte auf gemütlichen Forstwegen zurück nach Bad Gastein.

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In Bad Gastein ging es dann noch vorbei am Wasserfall. Dieser ist das Wahrzeichen des Ortes.

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„© sportograf

Nach 2:25:12 habe ich die Ziellinie in Bad Gastein überschritten und somit doch mein Ziel „unter 2:30:00 zu finishen“ erreicht.

Nach dem Runners Meal im Ginger n´Gin genossen wir noch ein paar Sonnenstunden am Spielplatz. Den Nachmittag / Abend ließen wir in der Therme ausklingen.

Der Sonntag war geprägt von den Nachwehen des Laufes. Besonders betroffen waren meine Oberschenkel. Aber immerhin hatte ich eine bleibende Erinnerung an den Lauf. Nach einem gemütlichen Frühstück traten wir den Weg zurück nach Wien an.

 

 

 

Veröffentlicht von Ständig in Bewegung

Reisen ist meine Leidenschaft. Für mich zählt auch schon eine Wanderung in den Wienerwald als Reise. Dieser Blog wird von solchen Ausflügen ebenso berichten wie von Reisen im klassischen Sinn. Seid gespannt!

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