15.06. – 17.06.2018 – Salzburg (Mozart100) – Mozart Light

Bereits im Dezember 2017 habe ich mich für den „Mozart100“ in Salzburg angemeldet. Allerdings nicht für dem 100 Kilometer Lauf, sondern für den 31 Kilometer &  + 1.140 m/- 1.370 m (Höhenmeter).  Zur selben Zeit habe ich ein Zimmer für mich in der Nähe des Kapitelplatzes reserviert.

Am Freitag erfolgte die Anreise von Wien mit dem Railjet. Nach meiner Ankunft in Salzburg machte ich mich zielstrebig auf den Weg zum Quartier. Da das „Race-Office“ noch geöffnet hatte besorgte ich auch noch die Startunterlagen. Im Quartier angekommen wurde mir erklärt dass es keine Buchung von mir gäbe. Nach längerem hin- und her stellte sich jedoch heraus dass ich sehr wohl gebucht hatte. Allerdings hatte die Buchungsplattform meine Buchung nicht weitergegeben. Unverrichteter Dinge machte ich mich daher auf die Suche nach einem Quartier. Da die Touristeninfo bereits geschlossen hatte versuchte ich ein Quartier im Internet am Handy zu finden. Ich hatte Glück. In der Nähe vom Hauptbahnhof gab es ein relativ günstiges Hotel das noch ein Zimmer frei hatte. Danke an der Stelle dass ich das Doppelzimmer sogar zum Einzimmerpreis bekommen habe. Nachdem ich mein Gepäck ins Zimmer gebracht hatte ging ich noch zum Hauptbahnhof Abendessen.

Der Wettkampftag:

Ich hatte mir für 07:00 Uhr meinen Wecker gestellt. Da der Shuttle nach Fuschl (wo der Lauf startete) erst um 09:30 vom Mozartplatz losfuhr konnte ich noch ausgiebig frühstücken. Danach machte ich mich auf den Weg zum Kapitelplatz. Da ich sehr früh dran war konnte ich noch die Läufer vom „City Trail Bewerb“ anfeuern. Der Shuttle benötigte ca. 30 Minuten von Salzburg nach Fuschl am See. Lächerliche 22 Kilometer sind es auf der Straße zurück bis Salzburg. Woher die über 1000 Höhenmeter kommen sollen war auf der Straße auch nicht zu erkennen. In Fuschl hatte ich noch eine knappe Stunde Zeit bis zum Start. Ich machte noch einen Abstecher ans Ufer und verbummelte die Zeit bis zum Start.

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Als um 11:00 Uhr der Startschuss fiel war es angenehm kühl. Wir hatten Glück dass es relativ bewölkt war. Die ersten 6 Kilometer ging es (mehr oder weniger) entlang dem See. Da die Strecke relativ flach war konnte ich bis dahin eine gute Pace laufen. War es doch ein Vorhaben von mir die Pace – auf der Gesamtstrecke – unter 08:00 zu halten. Dieses Vorhaben gelang mir sogar bis der Aufstieg zum Nockberg begann.

 

Es waren bereits rund 20 Kilometer gelaufen und die ersten Verschleisserscheinungen machten sich bemerkbar. „Warum kann dieser verdammte Lauf nicht auf halbwegs normalen Trails stattfinden“? Langsam aber sicher war der Zeitpunkt eingetreten an dem ich jede Wurzel, jeden Stein und überhaupt alles zu verfluchen begann! 🙂 Fast wie ein Geschenk des Schicksals erschienen mir zu dem Zeitpunkt die Stiegen die abwärts Richtung Salzburg Gnigl führten. Allerdings kosteten diese zu jenem Zeitpunkt auch – gefühlt – mehr Kraft als erhofft. Als ich in Gnigl die Bahn überquerte war mir klar dass mein „Pace-Vorhaben“ endgültig gescheitert war. Und um nicht gar zum Schluss noch übermütig zu werden wartete noch als besonderes Zuckerl die Überschreitung des Kapuzinerberges. Ich glaube dieser hatte so manchen Läufer endgültig zur Verzweiflung gebracht. Ich überholte einige die vollkommen erschöpft über das Geländer hingen. Meine Motivation waren die Tatsache dass es nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel waren und dass dort Gabi und Sarah auf mich warteten. Mit letzter Kraft und SMS-Unterstützung von Gabi meisterte ich die letzte Hürde. Kurz vor der Überquerung der Salzach lief ich voller Übermut durch einen Brunnen. Die Blicke der Passanten waren einfach nur göttlich. Mehrmals rief ich ihnen zu dass ich durch einen Brunnen gelaufen bin. Nun galt es nur noch durch den Touristenstrom zum Kapitelplatz zu gelangen. Da die Getreidegasse nicht extra für den Lauf gesperrt wurde musste man sich noch durch zahlreiche Touristen kämpfen. Dieser Wettbewerb hatte es echt in sich! Nach 04:19:28 hatte ich die rettende Ziellinie überschritten.

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In dem Moment war ich froh dass dieser Lauf ein Ende hatte.

Nachdem ich mir mein Finisher-Geschenk abgeholt hatte, machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof um nach Seekirchen am Wallersee zu fahren. Dort hatten wir eine Unterkunft gebucht da wir am Sonntag noch einen Badetag in Oberösterreich eingelegt hatten.

 

Veröffentlicht von Ständig in Bewegung

Reisen ist meine Leidenschaft. Für mich zählt auch schon eine Wanderung in den Wienerwald als Reise. Dieser Blog wird von solchen Ausflügen ebenso berichten wie von Reisen im klassischen Sinn. Seid gespannt!

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