25.08. – 01.09.2018 – Puerto de Sóller

Meine letzte Pauschalreise liegt schon lange zurück. Es war noch zu Zeiten als ich mit meinen Eltern auf Urlaub fuhr. Nun war es an der Zeit selbst als Familie unsere erste Pauschalreise zu machen. Zur Auswahl standen Anfang des Jahres Griechenland und Spanien. Da uns die Angebote in Spanien mehr zusagten, fiel die Wahl auf Mallorca, genauer gesagt auf Puerto de Sóller. Wie es der Zufall so wollte war ich selbst als kleines Kind schon dort. Aber meine Erinnerungen daran sind mehr als trübe. Einzig und alleine an die Straßenbahn konnte ich mich noch dunkel erinnern …

Unser Angebot umfasste Flug & Transfer (Bus) & Halbpension. Auch letzteres war neu für uns. Bisher hatten wir eigentlich immer nur Zimmer & Frühstück gebucht. Die Anreise nach Mallorca erfolgte mit Eurowings. Allen Unkenrufen zum Trotz landete unsere Maschine pünktlich in Palma de Mallorca.

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Dort wartete bereits ein kleiner Reisebus auf uns der uns direkt in unser Hotel „Soller Garden“ brachte.

Da wir schon ein bisschen spät dran waren wurden wir nach der Begrüßung gleich direkt in den Speiseraum zum Abendessen gebeten. Danach wurde uns unser Bungalow gezeigt. Den Abend ließen wir am Strand ausklingen …

Puerto de Sóller ist ein reizender Küstenort mit allen touristischen Annehmlichkeiten. Dazu zählt auch der gepflegte Strand und Süßwasserduschen die man kostenlos benutzen kann. Das ist nicht selbstverständlich bzw. haben wir in anderen Ländern am Meer schon anderes erlebt …

Zu einem der Highlights zählt die Straßenbahn die Puerto de Sóller mit Sóller verbindet. Billig ist das Vergnügen zwar nicht, darauf verzichten wollte ich aber keinesfalls.

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Von Sóller könnte man mit einem weiteren historischen Zug noch weiter bis Palma de Mallorca fahren. Wir haben für unsere beiden Ausflüge jedoch den wesentlich billigeren und schnelleren Bus bevorzugt.

Einer der beiden Ausflüge führte uns ins „Palma Aquarium„. All jene die dieses zu besichtigen planen, empfehle ich mindestens 5 – 6 Stunden einzuplanen!

Ein weiteres Mal fuhren wir nach Palma um uns durch die engen Gassen „treiben zu lassen“ und den weitläufigen Sandstrand (inkl. Muschelsuche) zu genießen.

Auch die Rückreise nach Wien verlief fast reibungslos. Einziger Wehrmutstropfen war die einstündige Verspätung beim Rückflug. Aber ich denke auch das ist – bei all dem was man heuer punkto Flugausfällen usw. zu hören bekam – in Ordnung.

03.08. – 05.08.2018 – Pitz Alpine Glacier Trail

Bereits im Dezember 2017 habe ich mich zum „Pitz Alpine Glacier Trail (2018)“ angemeldet. Da ich mir für heuer ein paar Läufe mit ca. 30 km vorgenommen habe, kam mir dieser Lauf mit 28 km genau recht. Zur gleichen Zeit hatten wir unser Quartier in Mandarfen gebucht.

Mandarfen ist von Wien aus – mit einmal Umsteigen in Imst-Pitztal – erreichbar. Nach unserer Ankunft erledigte ich die Anmeldung für den Lauf. Danach bezogen wir unser Quartier. Am Abend hörte ich mir noch das „Race-Briefing“ für den nächsten Tag an. Es lag bereits „Traillauf-Stimmung“ in der Luft! 🙂

Da es im Pitztal um ca. 20 Grad kühler in der Nacht als in Wien war, habe ich so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr. Nach einem kleinen Frühstück machte ich mich um ca. 07:45 auf den Weg zum Start. Es herrschten optimale Bedingungen. Nicht nur dass ich gut ausgeruht an den Start ging war auch das Wetter perfekt.

Um 08:33 fiel der Startschuss für den „p26“-Lauf. Um 08:30 durften bereits die „Eliteläufer“ starten. Nach ca. 1,5 km begann der Anstieg Richtung Rifflsee. Ich konnte mich etwa in der Mitte des Läuferfeldes positionieren. Von nun an ging es ca. 3,5 km bergauf.

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Nachdem der Rifflsee erreicht war ging es dem Ufer entlang Richtung Rifflbach. Ich war wahnsinnig beeindruckt vom Panorama. Aber leider waren die Trails für mich größtenteils laufend kaum zu bewältigen.

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Daher versuchte ich mich zumindest im Eilschritt vorwärts zu bewegen. Nach ca. 10 km machte sich allerdings ein anderes „Problem“ bemerkbar. Da ich die Labestelle (die sich bereits 4 km nach dem Start befand) falsch eingeplant hatte musste ich bis zum Kilometer 19 mit meinen 2 „Obst-Quetschies“ auskommen. Ich ärgerte mich maßlos über mich selbst dass ich weder eine Banane oder sonst etwas Essbares bei mir hatte. Diese Tatsache führte dazu dass ich zwei kleine Pausen einlegen musste und sich mein ohnehin schon bescheidenes „Wettkampf-Tempo“ auf ein Minimum reduziert hatte.

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Mit „leeren Akkus“ erreichte ich nach einer gefühlten Ewigkeit die Labestelle am Taschachhaus. Nachdem ich diese überfallsartig geplündert hatte macht ich mich auf zum letzten Drittel Richtung Mandarfen. Nach ziemlich genau 5 Stunden (seit dem Start) erreichte ich die Forststraße Richtung Mandarfen. Ab dort waren es nochmal ca. 6 km bis zum Ziel. Mein Plan den Lauf unter 5 Stunden zu finishen war zu diesem Zeitpunkt bereits hinfällig. Viel mehr als diese Tatsache ärgerte mich dass ich seit längerer Zeit „kein Netz“ am Handy hatte. Ich hatte Gabi gesagt dass ich vermutlich um 13:30 durchs Ziel laufen werde. Es war bereits nach 13:30 und ich hatte keine Chance ihr zu schreiben dass alles gut sei. Vielleicht beflügelte mich auch diese Tatsache die letzten 6 km noch halbwegs ambitioniert zu laufen. Vielleicht war es aber auch die Tatsache dass ich zumindest ein Paar Kilometer laufend zurücklegen wollte. Letztendlich konnte ich Gabi noch ca. 1,5 km vorm Ziel ein SMS schicken dass ich gleich da sei. Danach gingen der Akku vom Handy und meiner GPS-Uhr endgültig ein! Nach 5:39:51 erreichte ich endlich die rettende Ziellinie. Ich war einerseits erstaunt darüber meine angepeilte Zielzeit nicht mal annähernd erreicht zu haben, andererseits heilfroh ohne Verletzung wieder sicher ins Ziel gekommen zu sein.

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Letztendlich fand ich mich damit ab dass ich einfach aufgrund von zu wenig Essen und des – für mich – unwegsamen Geländes nicht schneller laufen konnte.

Den restlichen Nachmittag ließen wir mit trödeln und Pizza essen in Mandarfen ausklingen.

Am Sonntag erfolgte die Heimreise nach Wien …

09.07. – 14.07.2018 – Balatonlelle

Wer mit Kindern ein Reiseziel sucht das nicht in Österreich, aber auch nicht am Meer liegen soll, wird unter Garantie am Balaton fündig. Balatonlelle liegt am Südostufer des Balaton, und ist von Wien aus – mit einmal Umsteigen in Budapest – bequem per Bahn erreichbar. In den Sommermonaten ist allerdings eine Reservierung dringend zu empfehlen!

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Balatonlelle bietet alles was man sich für einen erholsamen Urlaub wünscht. Der Bahnhof liegt ca. 500 Meter vom Strand entfernt. Der Weg dorthin führt durch eine Fußgängerzone. Zahlreiche Restaurants und Imbissbuden reihen sich hier aneinander. Aber auch zahlreiche Souvenirs kann man hier kaufen.

Es gibt links und rechts vom Hafen Strände. Den Strand links vom Hafen kann man gratis benutzen. Mit Kindern empfiehlt sich allerdings der „Napfeny Strand“ rechts vom Hafen. Dieser ist zwar nicht kostenlos, bietet dafür aber umso mehr Urlaubsfeeling (Sandstrand, Pools, uvm.)!

Empfehlenswert ist die Gegend am Balaton auch zum Laufen. Man kann kilometerlang in der Ebene laufen. Wer es etwas hügeliger mag hat im Hinterland die Möglichkeit in den Weinbergen zu laufen.

Unterkünfte gibt es verschiedenster Art am Balaton. Vom Campingplatz über Hotels bis hin zu privaten Häusern kann man seine bevorzugt Art der Unterkunft wählen. Unsere Wahl fiel auf ein Haus da wir zu siebt unterwegs waren. Drei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer mit Küche, Badezimmer (mit WC und Dusche), Balkon (inkl. Griller) und einen kleinen Garten bot unsere Unterkunft. Der Bahnhof, das Zentrum und der Strand waren in ca. 5 – 10 Gehminuten erreichbar.

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Aber auch bei Schlechtwetter lässt sich ein entspannter Tag am Balaton verbringen. Das kleine Städtchen Siófok lädt in seiner Fußgängerzone zum Bummeln und verweilen ein. Eine andere Möglichkeit ist eine Schifffahrt am Plattensee.

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15.06. – 17.06.2018 – Salzburg (Mozart100) – Mozart Light

Bereits im Dezember 2017 habe ich mich für den „Mozart100“ in Salzburg angemeldet. Allerdings nicht für dem 100 Kilometer Lauf, sondern für den 31 Kilometer &  + 1.140 m/- 1.370 m (Höhenmeter).  Zur selben Zeit habe ich ein Zimmer für mich in der Nähe des Kapitelplatzes reserviert.

Am Freitag erfolgte die Anreise von Wien mit dem Railjet. Nach meiner Ankunft in Salzburg machte ich mich zielstrebig auf den Weg zum Quartier. Da das „Race-Office“ noch geöffnet hatte besorgte ich auch noch die Startunterlagen. Im Quartier angekommen wurde mir erklärt dass es keine Buchung von mir gäbe. Nach längerem hin- und her stellte sich jedoch heraus dass ich sehr wohl gebucht hatte. Allerdings hatte die Buchungsplattform meine Buchung nicht weitergegeben. Unverrichteter Dinge machte ich mich daher auf die Suche nach einem Quartier. Da die Touristeninfo bereits geschlossen hatte versuchte ich ein Quartier im Internet am Handy zu finden. Ich hatte Glück. In der Nähe vom Hauptbahnhof gab es ein relativ günstiges Hotel das noch ein Zimmer frei hatte. Danke an der Stelle dass ich das Doppelzimmer sogar zum Einzimmerpreis bekommen habe. Nachdem ich mein Gepäck ins Zimmer gebracht hatte ging ich noch zum Hauptbahnhof Abendessen.

Der Wettkampftag:

Ich hatte mir für 07:00 Uhr meinen Wecker gestellt. Da der Shuttle nach Fuschl (wo der Lauf startete) erst um 09:30 vom Mozartplatz losfuhr konnte ich noch ausgiebig frühstücken. Danach machte ich mich auf den Weg zum Kapitelplatz. Da ich sehr früh dran war konnte ich noch die Läufer vom „City Trail Bewerb“ anfeuern. Der Shuttle benötigte ca. 30 Minuten von Salzburg nach Fuschl am See. Lächerliche 22 Kilometer sind es auf der Straße zurück bis Salzburg. Woher die über 1000 Höhenmeter kommen sollen war auf der Straße auch nicht zu erkennen. In Fuschl hatte ich noch eine knappe Stunde Zeit bis zum Start. Ich machte noch einen Abstecher ans Ufer und verbummelte die Zeit bis zum Start.

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Als um 11:00 Uhr der Startschuss fiel war es angenehm kühl. Wir hatten Glück dass es relativ bewölkt war. Die ersten 6 Kilometer ging es (mehr oder weniger) entlang dem See. Da die Strecke relativ flach war konnte ich bis dahin eine gute Pace laufen. War es doch ein Vorhaben von mir die Pace – auf der Gesamtstrecke – unter 08:00 zu halten. Dieses Vorhaben gelang mir sogar bis der Aufstieg zum Nockberg begann.

 

Es waren bereits rund 20 Kilometer gelaufen und die ersten Verschleisserscheinungen machten sich bemerkbar. „Warum kann dieser verdammte Lauf nicht auf halbwegs normalen Trails stattfinden“? Langsam aber sicher war der Zeitpunkt eingetreten an dem ich jede Wurzel, jeden Stein und überhaupt alles zu verfluchen begann! 🙂 Fast wie ein Geschenk des Schicksals erschienen mir zu dem Zeitpunkt die Stiegen die abwärts Richtung Salzburg Gnigl führten. Allerdings kosteten diese zu jenem Zeitpunkt auch – gefühlt – mehr Kraft als erhofft. Als ich in Gnigl die Bahn überquerte war mir klar dass mein „Pace-Vorhaben“ endgültig gescheitert war. Und um nicht gar zum Schluss noch übermütig zu werden wartete noch als besonderes Zuckerl die Überschreitung des Kapuzinerberges. Ich glaube dieser hatte so manchen Läufer endgültig zur Verzweiflung gebracht. Ich überholte einige die vollkommen erschöpft über das Geländer hingen. Meine Motivation waren die Tatsache dass es nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel waren und dass dort Gabi und Sarah auf mich warteten. Mit letzter Kraft und SMS-Unterstützung von Gabi meisterte ich die letzte Hürde. Kurz vor der Überquerung der Salzach lief ich voller Übermut durch einen Brunnen. Die Blicke der Passanten waren einfach nur göttlich. Mehrmals rief ich ihnen zu dass ich durch einen Brunnen gelaufen bin. Nun galt es nur noch durch den Touristenstrom zum Kapitelplatz zu gelangen. Da die Getreidegasse nicht extra für den Lauf gesperrt wurde musste man sich noch durch zahlreiche Touristen kämpfen. Dieser Wettbewerb hatte es echt in sich! Nach 04:19:28 hatte ich die rettende Ziellinie überschritten.

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In dem Moment war ich froh dass dieser Lauf ein Ende hatte.

Nachdem ich mir mein Finisher-Geschenk abgeholt hatte, machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof um nach Seekirchen am Wallersee zu fahren. Dort hatten wir eine Unterkunft gebucht da wir am Sonntag noch einen Badetag in Oberösterreich eingelegt hatten.

 

03.06. – 09.06.2018 – Salerno

Salerno ist ein wunderbarere Ausgangspunkt um an Ziele wie die Amalfiküste, auf den Vesuv und um nach Pompeji zu gelangen. Die Anreise erfolgte mit dem Nightjet ab Wien Hauptbahnhof bis Roma Termini. Von dort ging es mit einem „FRECCIABIANCA“ weiter bis Salerno.

Die Tickets (sowohl für den Nighjet wie auch für den FRECCIABIANCA) besorgten wir bereits Monate vorher im Internet. Die Tickets für den Nightjet auf der Seite der ÖBB, jene für die Verbindung von Rom nach Salerno auf der Homepage der italienischen Staatsbahn (FS).

Unsere Unterkunft in Salerno war keine fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Wir hatten ein gemütliches Zimmer mit einem Doppelbett, einer Ausziehcouch, einem Balkon und WC & Dusche. Im Vorraum gab es einen Kaffeeautomat (für den wir einige Kapseln bekamen) und einen Wasserspender.

Den restlichen Tag verbrachten wir in einem kleinen Schwimmbad (inkl. Meereszugang).

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Amalfiküste:

Von Salerno gibt es stündliche Schiffsverbindungen entlang der Amalfiküste. Man kann zwischen schnellen Booten (welche Salerno direkt mit Amalfi verbinden) oder langsameren Booten (diese legen ein paar Mal zwischen Salerno und Amalfi an) wählen. Wir entschieden uns für die schnelle Variante. Eine Fahrt dauert ca. 35 Minuten. Da ein ziemlich hoher Wellengang war befürchtete ich schon einen turbulenten Höllenritt. Allerdings wusste der Kapitän das Schiff geschickt über die Wellen zu steuern. Vielleicht war die Fahrt aber auch so ausgeglichen da das Schiff mit knapp 35 km/h unterwegs war? Ich war auf jeden Fall froh dass uns eine Fahrt wie seinerzeit von Elba ans Festland erspart blieb.

Amalfi ist ein bezaubernder Ort voller Touristen. Das Highlight des Ortes ist der Dom.

Unser Mittagessen nahmen wir in einem Lokal vis am vis von den zum Dom führenden Stiegen ein. Nicht nur die Kulisse, auch der Preis fürs Mittagessen war mehr als beeindruckend. Aber einmal Tourist, immer Tourist! Nach einem gemütlichen Bummel entlang der Fußgängerzone und einem Eis verbrachten wir die restliche Zeit – bis zur Abfahrt des Schiffes – am Strand.

Vesuv:

Ursprünglich hatten wir geplant den Vesuv und Pompeji an einem Tag zu besichtigen. Zur Anreise nach Pompeji nutzen wir die Bahn. Der Bahnhof von Pompeji ist ca. 1,5 Kilometer von der archäologischen Stätte entfernt. Dort befindet sich auch die Haltestelle für den öffentlichen Bus auf den Vesuv. Das „Highlight“ von Pompeji – die versteinerten Leichen – kann man ohne Eintritt zu bezahlen besichtigen.

Der Bus benötigt eine knappe Stunde von Pompeji auf den Vesuv. Der Bus schlängelt sich über zahlreiche Serpentinen den Berg hinauf. Immer eindrucksvoller wurde der Blick hinab nach Neapel.

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Am Berg angekommen muss man noch ca. 1 Kilometer bis zum Kraterrand gehen.

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Rauch und Schwefelgestank vertieften den Eindruck des gigantischen Kraters noch zusätzlich.

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Zurück in Pompeji beschlossen wir die archäologische Stätte nicht mehr zu besichtigen. Dazu war die Zeit einfach schon zu knapp. Wir machten uns daher zurück auf den Weg nach Salerno und verbrachten noch einige Zeit am „Stadtstrand“.

Badetag:

Um unsere jüngste Mitreisende nicht mit all zu viel Touristenprogramm zu überfordern planten wir einen Badetag ein. Wir fassten dafür das „öffentliche Großbad“ in Agropoli ins Auge. Leider standen wir allerdings vor verschlossenen Toren. Somit wurde es ein Wiedersehen mit dem kleinen Schwimmbad in Salerno.

Die Heimreise von Salerno erfolgte wieder über Rom. Die Fahrt im Nightjet von Rom nach Wien Meidling genossen wir im Schlafwagen.

19.05. – 21.05.2018 – Český Krumlov

Český Krumlov zählt wohl zu einem der vielen „Schätze“ die Tschechien zu bieten hat. Deshalb stand ein Besuch dieser bezaubernden Kleinstadt schon lange am Programm. Die Anreise erfolgte von Wien über České Velenice (mit der Franz-Josefs Bahn) nach České Budějovice wo wir zur Mittagszeit ankamen. Unser Mittagessen nahmen wir in einem Lokal nahe dem Hauptplatz ein. Danach bestiegen wir noch den Uhrturm.

Von České Budějovice ging es mit dem Zug weiter nach Český Krumlov, Die Strecke wird seit dem letzten Fahrplanwechsel (im Jahr 2017) von Zügen der GW TRAIN befahren. Dadurch fällt zwar leider das typische Ambiente der tschechischen Züge weg, die Moderne hat dadurch allerdings Einzug gehalten. Einziger Wehrmutstropfen war ein Schienenersatzverkehr zwischen Křemže und Český Krumlov.

Der Weg vom Bahnhof in Český Krumlov zur Stadt bietet einen ersten Ausblick auf die Burg.

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Nachdem man die Polečnice überschritten hat gelangt man durch das Budweiser Tor in die Altstadt von Český Krumlov. Zahlreiche Kaffees, Restaurants, Ateliers und Geschäfte prägen das Bild der Fußgängerzone. Dank des schönen Wetters verbrachten wir lange Zeit am Ufer der Moldau. Immer wieder kamen Kanus vorbei. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen wieviele der Hobbymatrosen wohl schon betrunken waren. Ein Schauspiel das seinesgleichen sucht! Am Weg zu unserer Unterkunft kauften wir noch fürs Abendessen in einer kleinen Greißlerei ein. Sehr zur Freude unserer Tochter gab es im Hotelgarten auch eine Rutsche und eine Schaukel. Das Abendessen konnten wir noch bei Sonnenschein auf der Veranda der Unterkunft einnehmen.

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Am nächsten Tag machten wir nach dem Frühstück einen Spaziergang entlang dem Kreuzweg (der unmittelbar an unserer Unterkunft vorbeiführte) auf einen kleinen Hügel am Rande der Stadt.

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Von dort hatte man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Danach besichtigen wir die mustergültig renovierte Synagoge. Diese dient nun für diverse kulturelle Veranstaltungen.

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Zu einem der baulichen Highlights der Stadt zählt die Burg und der Schlossturm. Von diesem hat man ebenfalls einen fantastischen Ausblick auf die Altstadt. Wie schon am Tag davor verbrachten wir auch wieder viel Zeit am Ufer der Moldau. Da es bereits Sonntag war hielt sich der Zahl der betrunkenen Hobbymatrosen auch sehr in Grenzen.

Die Heimreise erfolgte wieder über České Budějovice und České Velenice wo wir noch fürs Mittagessen einen Stop einlegten.

11.05. – 13.05.2018 – Istrien

Ich hatte schon lange vor die Bahnstrecke von Divača (Slowenien) nach Pula (Kroatien) zu bereisen. Da es von Wien aus unmöglich ist diese Strecke in einer Tagesetappe zu befahren mussten wir eine Zwischenübernachtung in Divača einplanen. Der einzige direkte Zug des Tages verlässt Ljubljana um ca. 06:00 Uhr. Wir reisten daher am Vortag bereits bis Divača da der Zug dort erst um ca. 07:45 abfährt.

Die Anreise erfolgte mit dem EC von Wien nach Ljubljana. Wir freuten uns bereits im Vorfeld über eine gemütliche Fahrt im slowenischen Speisewagen. Groß war die Enttäuschung als in Wien Meidling eine Ersatzgarnitur mit einem Speisewagen der ÖBB einfuhr. Noch größer war die Enttäuschung dass die Kaffeemaschine nicht funktionierte.  Aber immerhin konnten wir die Eierspeise (die es seit der Übernahme durch „DoN“ in den Speisewägen der ÖBB gibt) zum ersten mal testen. In Spielfeld-Straß mussten wir in einen anderen Zug umsteigen. Ab hier fuhr die normalerweise verkehrende Garnitur mit dem slowenischen Speisewagen. So kamen wir doch noch zu Kaffee und frischen Palatschinken. Von Ljubljana ging es mit einem Regionalzug weiter bis nach Divača.

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Unsere Quartier in Divača hatten wir bereits im Vorfeld gebucht. Es waren schlichte 3-Bett Zimmer. Aber mehr braucht man ja ohnehin nicht zum Schlafen.

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Nachdem wir unser Gepäck abgelegt hatten machten wir uns auf die Suche nach der Divaska Höhle. Leider war eine Besichtigung am späten Nachmittag nicht mehr möglich.

Am Weg zurück zur Unterkunft entdeckten wir den Pfad zu einer weiteren Höhle. Diese war allerdings nicht öffentlich zugänglich. Unser Abendessen nahmen wir auf der Veranda unseres Quartiers ein. Danach machten wir noch einen kurzen Spaziergang durch den Ort und schauten beim „Škratelj Hof“ vorbei.

Am nächsten Morgen stärkten wir uns bei einem schnellen Frühstück, galt es doch den Zug um 07:45 zu erreichen. Die Fahrt nach Pula ist ein einmaliges Erlebnis. Die kurvenreiche Strecke führt durch die Karstlandschaft von Istrien. Der Lokführer erlaubte uns die Strecke aus seiner Perspektive zu betrachten.

 

Beim Überschreiten der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien wies er uns extra auf den Stacheldraht hin.

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Slowenien bildet bekanntlicherweise die Schengen-Außengrenze zu Kroatien. Am Grenzbahnhof (Buzet) durften wir einen Blick in die Fahrdienstleitung werfen. Voll Stolz wurde uns die Technik aus der Monarchie gezeigt. Nach wie vor stammen die Apparate –  die zur Bedienung der Schranken und Signale verwendet  werden – aus jener Zeit! Überhaupt hatten wir das Gefühl dass wir eine willkommene Abwechslung für das Bahnpersonal waren.

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In Sveti Petar u Sumi erfolgte eine Zugskreuzung:

Bis Kanfanar waren wir die einzigen drei Fahrgäste im Zug. Ab Kanfanar verirrten sich noch zwei weitere Fahrgäste in den Zug.

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Nachdem wir in Pula angekommen waren besichtigten wir das Amphitheater.

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Danach machten wir einen Bummel durch die Fußgängerzone und kehrten zum Mittagessen ein.

Von Pula nach Opatija ging es mit dem Bus weiter, aber in der ersten Reihe lässt es sich selbst im Bus für zwei Stunden halbwegs aushalten …

In Opatija – wo wir ebenfalls unsere Zimmer bereits im Voraus gebucht hatten – lag unsere Unterkunft in unmittelbarer Nähe zum Busbahnhof. Das Hotel dürfte seine Anfangszeit in der Monarchie gehabt haben. Allerdings wurde es vermutlich im Sozialismus aus- bzw. umgebaut und um einen angeschlossenen Neubau erweitert. Wir hatten unsere Zimmer (zum Glück) im alten Teil des Hotels. Dieser bestach durch weite hohe Gänge und einem pompösen Stiegenhaus. Der Frühstückssaal und das Espresso hingegen dürften aus sozialistischen Zeiten stammen. Man konnte erahnen dass das Hotel in beiden Epochen seine Glanzzeiten hatte. Ein wenig erinnerte mich der ursprüngliche Teil des Hotels an das ehemalige Grand Hotel de l’Europe in Bad Gastein.

Nachdem wir unser Gepäck in den Zimmern verstauten ging ich entlang der Promenade von Opatija laufen.

Das Abendessen nahmen wir in Form eines Buffets in einem Hotel an der Küste ein. Danach genossen wir noch ein wenig das Urlaubsgefühl bei einem Cocktail in einer der zahlreichen Strandbars.

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Am Sonntag stand, nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse des Hotels, die Heimreise am Programm.

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Zunächst fuhren wir mit dem Bus nach Rijeka. Groß war die Enttäuschung als wir am Bahnhof von Rijeka erfuhren dass unser Zug im Schienenersatzverkehr geführt werden würde. Aber da wir in Ljubljana unseren Anschluss Richtung Villach / Wien hatten, waren wir auf diesen Bus angewiesen. An der Grenze von Kroatien nach Slowenien kamen wir in einen Stau. Nach längerem Zögern entschloss sich der Busfahrer den Stau über den Pannenstreifen zu überholen. Am slowenischen Grenzposten hieß es für alle Fahrgäste aussteigen und beim Zöllner die Pässe einzeln vorzuweisen. Danach durften wir wieder alle in den Bus einsteigen. Mittlerweile hatte der Bus schon einiges an Verspätung zusammengetrödelt. Wir begannen zu überlegen was wir machen würden wenn wir unseren Anschluss nach Villach nicht erreichen würden. Immerhin hatten wir noch den etwas später abfahrenden direkten Zug nach Wien als Alternative. Da die Verspätung immer mehr wurde hatten wir auch schon unsere Zweifel daran diesen Zug zu erreichen. Wir befürchteten schon dass uns eine Fahrt in der Nacht nach Wien (via Villach / Salzburg) bevorstand. Noch dazu hielt der Bus in Ortschaften in denen unser Zug gar nicht hätte halten sollen. Ljubljana schien für uns in unendlich weite Entfernung zu rücken. Nachdem immer mehr Stimmen im Bus laut wurden (immerhin gab es auch Reisende die nach München mussten) sah sich der Schaffner gezwungen etwas zu unternehmen. Unser Zug (nach Wien) konnte zurückgehalten werden. Die Reisenden Richtung Villach / Salzburg / München wurden im selben Bus zu ihren Zielen gebracht!

In Ljubljana angekommen liefen wir – und einige andere Fahrgäste – zum Zug Richtung Wien. Freundlicherweise wurde dessen Abfahrtzeit um ca. eine viertel Stunde nach hinten verlegt. Somit konnten alle Anschlussreisende ihren Zug erreichen. Wir suchten sofort im Speisewagen einen Platz auf und entschädigten uns für die lange Busfahrt bei Schnitzel, Pommes und köstlichen Palatschinken.

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Nach dieser Mahlzeit waren wir wieder mit der Eisenbahn versöhnt und genossen in einem deklassierten 1. Klasse-Abteilwagen die Heimfahrt nach Wien.

03.05. – 06.05.2018 – Essen

Heuer stand wieder ein Besuch bei Freunden in Essen am Programm. Mittlerweile waren es schon wieder zwei Jahre – seit unserem letzten Besuch – her. Zur Anreise nutzten wir den „Nightjet“ ab Wien Hauptbahnhof. Eigentlich verkehrt dieser bis Düsseldorf. Aufgrund von Bauarbeiten verkehrte er – in unserem Fall – allerdings nur bis Köln. Das Ticket hatte deswegen auch nur bis Köln Gültigkeit.

Für die Weiterfahrt nach Essen mussten wir daher bereits ab Köln ein Ticket lösen. Die Deutsche Bahn hätte für zwei Erwachsene und ein Kind über 40 € für die relativ kurze Strecke verlangt. Aber auch in Deutschland gibt es immer mehr Privatbahnen die als Konkurrenz zur Deutschen Bahn auftreten. Und eine dieser Privatbahnen ist der „FLIXTRAIN„. Dieser verkehrt erst seit ein paar Wochen auf der Destination Köln – Hamburg. Wir kauften daher drei Tickets (für die Strecke Köln – Essen) für wohlfeile 15 €!

Die Fahrt im „Nightjet“ von Wien nach Köln verlief ohne gröbere Zwischenfälle. Wir hatten wieder ein Familienabteil für uns gebucht. Darin lässt es sich zu dritt gemütlich reisen … wären da nicht die wiederbelebten Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich. Mitten in der Nacht wurden wir unsanft aus dem Schlaf gerissen. Nachdem ich unsere Pässe hergezeigt hatte, und unsere Nationalität geklärt wurde (der ganze Vorgang dauerte nicht einmal eine Minute), durften wir weiterschlafen. Ich dachte diese Schikanen gibt es nur an der EU-Außengrenze (wie bei unserer Reise mit dem Nachtzug nach Kroatien). Aber wie wir selbst feststellen mussten wird auch wieder innerhalb Europas in den Nachtzügen kontrolliert!

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Nach unserer Ankunft in Köln bummelten wir zum Dom und zum Rhein. Im Vergleich zu Wien war es in Köln am Morgen noch relativ frisch. Nach einem deftigen Frühstück am Hauptbahnhof traten wir unsere Weiterreise Richtung Essen an. Der „FLIXTRAIN“ ist ein Sammelsurium verschiedenster Waggons. Der Zug besteht unter anderem aus ausrangierten Liegewagen der Deutschen Bahn, aber auch (von der Deutschen Bahn) „modernisierte“ Waggons der ehemaligen Deutschen Reichsbahn. Wir saßen in einem dieser „modernisierten Waggons“. Die Modernisierung erfolgte übrigens nicht durch „FLIXTRAIN“. Diese muss irgendwann nach 1993 (Auflösung der Deutschen Reichsbahn) stattgefunden haben. Aufgrund der Bauarbeiten zwischen Köln und Düsseldorf umfahren wir den Hauptbahnhof von Düsseldorf. Ächzend und quietschend schleicht der Zug über Umwege Richtung Duisburg. Dies veranlasst den Zugsbegleiter sogar zu einer extra Durchsage in Bezug auf die etwas ungewöhnliche Route. Zwischen Duisburg und Essen verkehrt der Zug dann wieder auf seiner üblichen Route.

In Essen werden wir bereits am Bahnsteig erwartet. Es ist – wie immer – ein Wiedersehen mit Freude! Die Zeit in Essen verbringen wir mit bummeln, Spielplatzbesuchen, uvm. Der nächste Tag war einem ausführlichem Besuch des „Grugaparks“ gewidmet. Ein Paradies für Kinder.

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Am Sonntag traten wir wieder die Heimreise an. Da es mit dem Flugzeug (leider) doch noch immer schneller geht, buchten wir einen Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Wien. Pünktlich und ohne Zwischenfälle landeten wir in Wien …

27.04. – 29.04.2018 – Innsbruck (Alpine Trailrun Festival)

Am Freitag Morgen machten wir uns auf den Weg nach Innsbruck. Unsere Unterkunft hatten wir schon lange im Voraus gebucht. Die Fahrt nach Innsbruck verlief reibungslos. Nach unserer Ankunft machen wir uns am Weg Richtung Kongresszentrum. Dort fand die Ausgabe der Startnummern (für den Traillauf am nächsten Tag) statt. Beim Aushändigen wurde auch gleich das Gepäck – Erste Hilfe Set, Handy und das Laufequipment – kontrolliert. Ich hatte eine Kontrolle in der Form noch nie zuvor erlebt. Aber nachdem ich alles im Rucksack parat hatte war der Check schnell erledigt. Danach legten wir noch einen Stopp im Innsbrucker Hofgarten ein um den dortigen Spielplatz zu erkunden. Anschließend gingen wir zu unserer Unterkunft.

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Dort galt es für mich folgendes „Problem“ zu klären: Wie ich in den Tagen zuvor erfahren hatte war der Start für den Lauf am Samstag bereits für 08:00 Uhr angesetzt. Für mich galt es daher im Hotel die Uhrzeit fürs Frühstück abzuklären. Dieses fand leider erst ab 07:30 Uhr statt. Kaffee hätte ich ab 06:45 Uhr haben können. Nach langem hin und her entschied ich mich das Frühstück (Kaffee) auf den nahe gelegenen Bäcker zu verlegen.

Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer abgelegt hatten machten wir uns auf den Weg zurück in die Stadt. Nach einiger Zeit auf einem weiteren Spielplatz (ich glaube Innsbruck hat mehr Spielplätze als Einwohner) gingen wir Abendessen und suchten noch am Weg zurück ins Hotel nach dem Bäcker.

Nachdem um 06:00 Uhr endlich (sic!) der Wecker läutete (ich habe die – gefühlte – halbe Nacht davon geträumt dass ich den Wecker überhört habe) versuchte ich so leise wie möglich die letzten Vorbereitungen zu treffen um mich danach am Weg zum Bäcker bzw. zum Start zu machen. Beim Bäcker traf ich bereits einige andere Läufer. (Wie sich später im Gespräch mit einem anderen Läufer herausstellte war es nicht nur in meinem Hotel ein „Problem“ einen Kaffee etwas früher zu bekommen)

Pünktlich um 07:15 war ich beim verpflichtenden Race-Briefing. (Das war auch der Grund allen Übels warum ich überhaupt so zeitig das Hotel verlassen musste / hatte.) Die Sonne war um diese Uhrzeit bereits kräftig und daher war es ohne weiteres möglich „kurz/kurz“ die Dreiviertel Stunde bis zum Start abzuwarten.

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Um 08:00 Uhr fiel der Startschuss für den „K25“ und den „K65„. Zu diesem Zeitpunkt starteten gleichzeitig ca. 1000 Läufer. Die Strecke machte eine Schleife durch die Altstadt – vorbei am „Goldenen Dachl“ – und führte danach ca. 1,3 km den Inn entlang. Ich war froh dass die Strecke am Anfang nicht gleich bergauf ging. Somit konnte ich mich ein bisschen „einlaufen“. Nachdem wir den Inn überquerten (Gabi und Sarah warteten dort um mich anzufeuern) ging es das erste Mal bergauf Richtung Hungerburg. Aufgrund der vielen Läufer bildeten sich regelrecht Staus auf den engen Trails im Wald. Spätestens ab der Bergstation der „Hungerburgbahn“ zog sich das LäuferInnenfeld ein wenig in die Länge. Die Strecke führte nun oberhalb von Innsbruck in Richtung „Höttinger Bild“ wo sich die erste Labestelle befand. Am Weg dorthin querten wir den „Höttinger Graben“.

 

Die Labstelle hatte ich bitter notwendig da mein Trinkrucksack versagte. Zum Glück hatte ich eine verschließbare Wasserflasche mit dabei die ich vor Ort auffüllen konnte. Den halben Liter Wasser im Rucksack schleppte ich somit unnötig mit mir rum. Die Zeit – um zu schauen warum kein Wasser durch den Schlauch kam – wollte ich mir nicht nehmen. Von nun an ging es weiter Richtung Kranebitten und die Bezeichnung Traillauf hatte diese Veranstaltung mehr als verdient! Die Strecke führte über schattige Singeltrails, gespickt mit Wurzeln und Steinen … Trailläuferherz, was willst du mehr! 🙂 In Kranebitten fand ich es ziemlich amüsant, dass ein kurzes Stück des Bahnsteiges der Haltestelle Kranebitten, in die Laufstrecke eingebunden war. Kurz danach gab es wieder eine Labstelle. Nachdem wir den Inn überquert hatten ging es weiter – den Inn entlang – Richtung Völs. Ab Völs ging es den Axamer Bach entlang bergauf Richtung Axam. Langsam machte sich so etwas wie Vorfreude in mir breit. Nun konnte es nicht mehr all zu weit bis zum Ziel sein wo Gabi und Sarah auf mich warten würden. In Birgitz gab es zu meiner großen Überraschung noch eine Labestelle. Zugegeben, ich hatte die Positionen der Labstellen nicht im Kopf. Umso größer war die Freude, so kurz vorm Ziel, noch einmal die leeren Speicher aufzufüllen. Die letzten zwei Kilometer pushte ich mich mit Musik Richtung Ziel. Als meine Laufuhr bereits 25 Kilometer anzeigte, wurde kurz vorm Ziel meine Befürchtung wahr, dass das „grande Finale“ auf einer kurzen aber knallharten Steigung stattfand. Es standen bereits zahlreiche Zuschauer entlang der letzten 400 Meter und pushten die Läufer mit lauten Zurufen Richtung Ziel. Als ich die Ziellinie überschritten hatte konnte ich es erst gar nicht richtig fassen. Ich hatte das Ziel um 16 Minuten schneller erreicht als ich es mir „vorgenommen“ hatte. Einziger Wermutstropfen, Sarah und Gabi waren noch nicht da. Etwas planlos irrte ich im Ziel umher und plünderte erstmal die Labstelle.

 

Nach ca. 10 Minuten waren dann auch meine beiden Mädels da. Erst jetzt war ich richtig entspannt. Wir verbrachten noch eine Zeit lang im Zielbereich. Danach gingen wir zum Natterer See. Nachdem ich noch völlig überhitzt vom Lauf war wagte ich den Sprung (im Zeitlupentempo) ins eiskalte Nass.

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Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in Innsbruck mit Eis essen gehen, bummeln und einem herzhaften Abendessen im Theresienbräu.

Am Sonntag machten wir uns – mit einem kleinen Zwischenstop in Salzburg – am Weg zurück nach Wien.

Ich möchte an der Stelle DANKE & RESPEKT an .) die tolle Organisation .) und allen LäuferInnen (egal welcher Disziplin) aussprechen!

Link zur Veranstaltung: www.innsbruckalpine.at

Link zu den Fotos von www.sportograf.com

08.04.2018 – Lindkogel Trail (Bad Vöslau)

Sonntag, 05:30, gleich drei Wecker läuteten um mich unsanft aus dem Schlaf zu reißen. Aber in dem Fall stand ich gerne auf, stand doch der „Lindkogel Trail“ in Bad Vöslau am Programm. Um 06:30 verließ ich das Haus. Mein Kalender am Handy meinte dass ich – wenn ich ein Auto hätte – um 07:30 von zu Hause losfahren müsste. Kurz verfluchte ich diese unnötige Info …

Als ich in Wien Meidling auf die Schnellbahn wartete blies mir kühler Wind um die Ohren. Ich war dennoch frohen Mutes dass es bis zum Start um 09:00 Uhr schon ein wenig wärmer sein würde. Immerhin war das Motto für den Lauf „kurz / kurz“ (auf die Kleidung bezogen). In der Schnellbahn von Wien Meidling nach Bad Vöslau traf ich Andi. Als er erzählte dass er um 04:00 Uhr aufgestanden war kam ich mir plötzlich richtig ausgeschlafen vor.

Die Basis (Startnummernausgabe, Garderobe, …) für den „Lindkogel Trail“ befand sich im Kursalon. Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten stellten wir uns hinaus in die mittlerweile wärmende Sonne. Das eine oder andere bekannte Gesicht tummelte sich ebenfalls im Start/Ziel Bereich. Offenbar ist es so dass man – wenn man in der Szene (mehr oder weniger) aktiv ist – immer wieder die selben Läuferinnen sieht.

Um 09:00 Uhr fiel der Startschuss. Während Andi weiter vorne startete, reihte ich mich ganz am Ende ein. Obwohl ich Anfangs noch ein paar Läuferinnen überholen konnte war es aufgrund der vielen Läuferinnen kaum möglich mein eigenes Tempo zu finden. Erst nach ca. 5 bis 6 Kilometer löste sich der Pulk an Läuferinnen und ich fand langsam meinen Rhythmus.

Da etwa die Hälfte der zu laufenden Höhenmeter bereits im 1. Drittel der Strecke absolviert wurden, merkte ich dass ich mir meine Kräfte wohlüberlegt einteilen musste. Gott sei Dank gab es im Helenental eine Verpflegungsstation mit Wassermelonen und anderen Snacks. Ich fühlte mich dort kurz wie im Paradies und überlegte (aber nicht ernsthaft) den restlichen Tag einfach dort zu verbringen. Gestärkt und guter Dinge ging ich daher das 2. Drittel der Strecke an. Meine Euphorie währte allerdings nicht lange, galt es doch nach ca. 1 Kilometer im Helenental die Bergwertung zum Hohen Lindkogel in Angriff zu nehmen. Ich nahm daher meine Trail Running Stöcke zur Hand und versuchte für die Steigung wieder einen geeigneten Rhythmus zu finden. Da ich schon zweimal den Hohen Lindkogel bestiegen hatte versuchte ich krampfhaft irgendwelche Stellen wiederzuerkennen. Aber leider lag bereits zu viel Zeit zwischen den letzten Besteigungen und heute. Ich musste mich daher auf die Angaben meiner Laufuhr verlassen. Immerhin wusste ich dass der Hohe Lindkogel bei Kilometer 17 erreicht sein würde.

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Als ich den „Gipfel“ überschritten hatte packte ich meine Stöcke wieder ein und nahm das Ziel „Pace-Korrektur“ in Angriff. Mein Ziel war es nach wie vor den Lauf in 4 Stunden zu finishen. Ich konnte bergab meine Pace stellenweise sogar auf unter 5 Minuten / Kilometer reduzieren. Mittlerweile waren auch keine Läuferinnen mehr vor oder hinter mir zu sehen und nach und nach kam das ungute Gefühl in mir auf dass ich mich verlaufen hatte. Bestätigt wurde das als mir 2 Läuferinnen bergauf entgegenkamen. Nach kurzer Beratung stellten wir fest dass wir scheinbar eine Abzweigung verpasst hatten und nicht mehr auf der markierten Strecke unterwegs waren. Wir beschlossen daher gemeinsam einen Weg talauswärts zu suchen. Schließlich wollten wir trotz der Umstände den Lauf finishen. Da wir scheinbar nicht die Einzigen waren die sich verlaufen hatten wuchs unsere Truppe mittlerweile auf ca. 5-6 Läuferinnen an. Nach ca. 2 bis 3 Kilometern kamen wir wieder auf die richtige Strecke und die lang ersehnte letzte Labestelle. Verwundert wurden wir von den anderen Läuferinnen gefragt wo wir herkamen? Nach dem ich mich gestärkt hatte machte ich mich auf um die letzten 5 Kilometer bis ins Ziel in Angriff zu nehmen. Diese führten zum Teil auf Asphalt und mit lästigem Gegenwind in die Weinberge von Bad Vöslau. Ich hatte noch die mahnenden Worte im Ohr dass in den Weinbergen beim letztjährigem Lauf so mancher Läufer verzweifelt war. Und genau mit diesem Mut der Verzweifelten kämpfte ich mich Meter um Meter Richtung Ziel. Schließlich hatte ich dieses nach 4:09:24 erreicht. 30,23 und ca. 1200 Höhenmeter hatte ich letztendlich auf meiner Laufuhr stehen. Das waren ca. 2 km und 100 Höhenmeter weniger als der eigentliche Lauf haben sollte. Kommentarlos nahm ich meine Medaille im Ziel entgegen. Ich wusste nicht so recht ob ich mich – aufgrund der Tatsache nicht den ganzen Lauf (wenn auch unabsichtlich) gelaufen zu sein – über die Medaille freuen sollte oder nicht. Als ich aber am Abend las dass es einigen Läuferinnen so ergangen war, war ich doch wieder etwas versöhnt. Und um auf Nummer sicher zu gehen kann ich mich ja 2019 wieder zum „Lindkogel Trail“ anmelden. Immerhin kenne ich ja nun die richtige Abzweigung! 🙂

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Weitere Fotos findet man auf der Homepage der Veranstaltung www.linkogeltrail.at!