11.01.2020 – Rodelwiese Semmering

Wenn es in der Stadt schon keinen Schnee gibt, muss man eben auf den Berg fahren um dort rodeln zu gehen. Eine Fahrt von Wien am Semmering mit dem Railjet dauert ca. eine Stunde. Danach muss man noch ca. 20 – 30 Minuten vom Bahnhof zu Fuß bis zur Passhöhe zurücklegen. In Wien Meidling werde ich – mit einem Lächeln im Gesicht – gefragt wo man denn jetzt zum Rodeln hinfahren kann! Auf den Semmering lautet meine Antwort. Das Lächeln wird nicht weniger …

Ich habe dieses Mal keine Fotos gemacht. Die Abfahrt auf der Rodelwiese war auch gleichzeitig die Weihe meiner neuen GoPro-Kamera.

24.08. – 31.08.2019 – Chersonissos (Kreta)

Griechenlamd hat ingesamt 3054 Inseln, von denen 87 bewohnt sind. Wir haben eine davon für unseren Urlaub ausgesucht, nämlich Kreta.

Den Urlaub haben wir bei Thomas Cook bzw. Neckermann gebucht. Ende August war noch keine Rede davon dass Thomas Cook ein paar Wochen später pleite sein wird.

Unser Urlaub startete am Flughafen Wien. Mit einer Maschine der AUA flogen wir direkt nach Iraklion. Da der Luftraum stark überlastet war konnte das Flugzeug erst mit einer halben Stunde Verspätung starten. An Bord gabe es warmes Essen, ein Service das ich seit meiner Kindheit nicht mehr im Flugzeug erlebt habe.

Also wir in Iraklion landeten war es bereits dämmrig.

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Bis zur Abfahrt des Busses zum Hotel war es stockdunkel. Nach unserer Ankunft beim Hotel wurden wir sogleich zum Abendessen gebeten. Danach wurden wir auf unser Zimmer gebracht.

Unser Hotel verfügte über einen Pool.

 

Das Meer war ca. 10 Gehminuten entfernt. Anders als in Italien kann man alle Strände (inkl. Pools) gratis benutzen. Liegen und oder Schirme sind aber genauso zu bezahlen.

Möchte man von Chersonissos Richtung Iraklion öffentlich reisen muss man den Bus nehmen. Trotzdem es einen Fahrplan gibt fahren die Busse irgendwann. Wir haben diese genutzt um damit einen Ausflug zum „öffentlichen Aquarium“ zu machen.

Ein weiteres Mal fuhren wir damit ins Zentrum von Chersonissos.

In unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel befand sich das „Lychnostatis Open Air Museum“. Es handel sich hierbei um ein „Freilichtmuseum“ mit allen möglichen  Exponaten aus Kreta.

Den Heimflug traten wir ebenfalls wieder mit der AUA an.

15.08. – 20.08.2019 – Slowenien / Italien

Die Anreise nach Ljubljana erfolgte mit dem einzig direkt verkehrenden Zug von Wien in die slowenische Hauptstadt. In den Sommermonaten hat dieser Zug zusätzlich einen „Kurswagen“ nach Rijeka. Zum Glück hatten wir für den Zug bereits im Vorfeld reserviert da drei freie Sitzplätze nur schwer zu finden waren.

In Spielfeld-Straß befindet sich der Grenzbahnhof zu Slowenien. Hier kann man (noch) ein – in Österreich – bereits seltenes „Schauspiel“ erleben. Hier muss die österreichische Lokomotive gegen eine slowenische getauscht werden. Dies kostet zwar etwas Zeit, hat aber den Vorteil dass man sich für ein paar Minuten die Füße am Bahnsteig vertreten kann.

Nachdem die Lok gewechselt wurde setzte der Zug seine Reise Richtung Ljubljana fort. Um die Reisezeit ein wenig zu verkürzen (zumindest gefühlt) bietet sich ein Besuch im Speisewagen an.

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Hier wird noch frisch gekocht! Ein Erlebnis das man in Europa nur noch selten in Zügen erlebt.

In Ljubljana angekommen suchten wir unsere Unterkunft auf. Diese befand sich in einem Studentenheim welches im Sommer zu einem Hostel umfunktioniert wird. Den restlichen Tag vertrödelten wir im Zentrum von Ljubljana.

 

In Ljubljana gibt es eine kleine jüdische Gemeinde. In einer privaten Synagoge (welche sich im Museum befindet) wird manchmal gebetet. Der Rabbi muss dafür extra aus Triest kommen. Einen eigenen Rabbi kann sich die jüdischen Gemeinde nicht leisten …

 

Von Ljubljana ging es mit dem Zug weiter nach Triest. Seit letzten Sommer gibt es wieder eine Direktverbindung mit der Bahn. Diese galt es zu testen.

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Unsere Unterkunft in Triest befand sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Bei einem Spaziergang durch das abendliche Triest genoßen wir unter anderem die Aussicht aufs Meer.

 

Ein architektonisch interessantes Bauwerk ist die Markthalle von Triest. Hier gibt es hauptsächlich Obst und Gemüse zu kaufen … zumindest als wir dort waren.

 

Die Synagoge von Triest ist ein monumentales Bauwerk. Ich wurde von der Polizei darauf hingewiesen die Synagoge ohne Polizisten (die mit Maschinengewehren vor dem Gebäude steht) zu fotografieren.

 

Die Reise von Triest nach Grado setzten wir per Schiff fort. Mehrmals täglich gibt es Fährverbindungen die die beiden Städte an der Adria miteinander verbinden. Die Fahrt dauert ca. 1 1/2 Stunden. Das Schiff legt in Grado in unmittelbarer Nähe zum Zentrum an. Bis zum Hotel Regina war es ein knapper Kilometer.

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In Grado gibt es nur einen sehr kurzen Strandabschnitt den man gratis benutzen kann. Dafür sind die Strände (an denen bezahlt werden muss) gepflegt und bieten jegliche Infrastruktur wie Duschen, WCs, Cafés und vieles mehr.

 

Am Abend verwandelt sich Grado in eine einzige Flaniermeile. Es gibt dutzende Geschäfte und Restaurants die zum Verweilen einladen. Unser Hotel  hatte eine Dachterrasse die einen fantastischen Blick über das nächtliche Grado bot.

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Um nach Udine zu kommen nahmen wir den Bus. Dieser benötigte für die Strecke rund 1 1/2 Stunden. Gemütlich bummelte der Bus durch unzählige Ortschaften.

Unsere Unterkunft in Udine befand sich vis a vis vom Bahnhof. Es handelte sich um ein B&B im vierten Stock eines Wohnhauses. Vom Bahnhof ist es etwa ein Kilometer ins Zentrum von Udine. Über dem Zentrum thront auf einem Hügel ein Schloss.

 

Von Udine zweigt eine Lokalbahn nach Cividale del Friuli ab.

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Touristischer Höhepunkt der Ortschaft ist die Teufelsbrücke. Unter ihr fließt der Fluss Natisone durch. Dessen Ufer lud uns zu einer längeren Rast am kühlen Wasser ein.

 

Die Heimreise traten wir im Railjet an. Dieser verbindet zwei mal am Tag Venedig mit Wien. 

01.07. – 05.07.2019 – Velden am Wörthersee

Da ich noch nie Urlaub am Wörthersee gemacht habe, war es heuer endlich so weit. Bereits im Frühjahr buchte ich für meine Tochter und mich ein Quartier in Velden. Dieses musste zwei wesentliche Kriterien erfüllen. Sarah wollte eine Unterkunft mit Pool und es musste öffentlich gut erreichbar sein. Mit dem Hotel Garni Wurzer wurde auch recht rasch ein Hotel gefunden das beide Kriterien erfüllte.

Velden erreicht man von Wien aus – mehrmals täglich – ohne Umsteigen. Die Fahrt mit dem Railjet  dauert ca. 4 Stunden. In Velden angekommen mussten wir noch ca. 1 km bis zu unserem Hotel gehen.

Nach einem herzlichen Empfang wurde sogleich der hauseigene Pool besucht. Dieser befindet sich in einem sehr weitläufigen Garten. Auch an Hundebesitzer und FKK-Anhänger wurde gedacht. So gibt es eine große Wiese für Hunde zum Toben bzw. einen abgetrennten Bereich für Nudisten zum Sonnen. Und auch auf einen Kinderspielplatz wurde nicht vergessen. Das Zentrum von Velden ist ca. 1,5 km entfernt.

Die Umgebung rund um den Wörthersee bietet zahlreiche Attraktionen für Kinder. Eines der Highlights ist Minimundus.

Gleich nebenan befindet sich der Reptilienzoo. Mit etwas Glück kann man das eine oder andere Reptil auch „streicheln“ bzw. sich damit fotografieren lassen.

Ein tierisches Highlight ist der „Affenberg“ bei der Burg Landskron. In einem weitläufig eingezäunten Gelände leben japanische Makaken. Dieses Gelände kann man im Rahmen einer Führung besuchen und die Affen hautnah erleben.

Mit ein wenig Planungsgeschick lässt sich ein Besuch sogar mit einer kurzen Schiffsfahrt am Ossiacher See verbinden! 🙂

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100 % schlechtwettertauglich ist ein Besuch der „Terra Mystica“ in Bad Bleiberg. Einziger Wehrmutstropfen ist die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer damit anreist muss schon mal mit einem „Tagesausflug“ rechnen. Wir haben vom Hotel zum Hotel fast 8 Stunden (inkl. Bergwerksbesichtigung) benötigt. Das ist insofern ärgerlich da Bad Bleiberg gerade mal ca. 30 km (Luftlinie) von Velden entfernt ist.

Alles in allem war es aber ein sehr entspannender Urlaub. Ich kann jedem die Unterkunft bzw. einen Urlaub am Wörthersee (vor allem mit Kind!) nur sehr ans Herz legen.

19.05.2019 – Waidhofen / Thaya

Das letzte Mal war ich 2008 in Waidhofen / Thaya. Damals stattete ich dem jüdischen Friedhof einen Besuch ab. Zu diesem Zeitpunkt war es auch noch möglich mit der Bahn nach Waidhofen / Thaya zu fahren. Mittlerweile ist der Personenverkehr dorthin eingestellt.

Am 19.05.2019 jedoch war ein Feiertag für den „Zukunftsraum Thayaland“. Nach 9 Jahren fuhr erstmals wieder ein Sonderzug von Schwarzenau nach Waidhofen / Thaya.

Waidhofen / Thaya ist eine der niederösterreichischen Stadtmauerstädte, aber nicht nur diese macht den Reiz dieser Waldviertler Stadt aus.

Auch der Hauptplatz und die Pfarrkirche sind sehr hübsch anzusehen.

Störend war nur der permanente Lärm, hauptsächlich verursacht durch die ständig im Kreis verkehrenden Mopeds. Ein weiteres Highlight ist der größte Waldrapp Voliere der Welt!

Kulinarisch ist man in der Stadt auch bestens versorgt. Besonders erwähnenswert finde ich das Restaurant Oswald. Abgesehen von den Flammkuchen bietet das Lokal eine ziemlich beachtliche Auswahl an vegetarischen bzw. veganen Speisen!

Der nächste Zug nach Waidhofen / Thaya ist – so wurde zumindest gemunkelt – für Dezember 2019 geplant. Nähere Infos darüber findet man hier: http://www.lokalbahnverein.at/deutsch/index.php

02.02. – 03.02.2019 – Berlin (ODESZA)

Vor 2 bis 3 Jahren wurde ich auf das US Pop-Duo ODESZA erstmals aufmerksam. Ich habe damals am Youtube-Kanal von KEXP einen Mitschnitt von ihnen gesehen. Seitdem war es ein Ziel diese Band wenigstens einmal im Leben live gesehen zu haben. Im Herbst letzten Jahres wurde eine Europa-Tournee zum aktuellen Album angekündigt. Wie so oft wurde dabei um Österreich (Wien) ein großer Bogen gemacht. Die beiden „nähesten“ Konzerte zu Wien wurden für Hamburg bzw. Berlin angekündigt. Da Berlin an einem Samstag stattfinden sollte, war der Entschluss dieses zu besuchen, alsbald gefällt. Sehr zu meiner Überraschung hatte Gabi sich bereit erklärt mich zu begleiten. Da sie eigentlich kein Fan von ODESZA ist überraschte mich diese Entscheidung um so mehr!

Wir besorgten uns im Internet die Karten fürs Konzert, eine Übernachtung in Berlin und Flugtickets. Die Reise war sehr knapp angelegt bzw. generalstabsmäßig durchgeplant. Ursprünlich wollte ich ja mit dem neuen Nightjet der ÖBB (von Freitag auf Samstag) von Wien nach Berlin reisen, bzw. mit dem neu eingeführten ICE am Sonntag wieder zurück. Aus Zeitgründen entschieden wir uns jedoch für die schnelle Variante mit dem Flugzeug. Da wir jeweils um die Mittagszeit flogen, gab es Tickets (AUA) um 40 € pro Person / Richtung.

Der Flug nach Berlin verlief reibungslos. Die Flugzeit beträgt ein wenig mehr als eine Stunde. Da wir nur mit Handgepäck unterwegs waren konnten wir den Flughafen (Berlin Tegel) auch relativ schnell verlassen. Die Verbindung zur Stadt bzw. zum Hauptbahnhof (wo wir unser Quartier hatten) stellt der Expressbus „TXL“ her. Mit diesem benötigt man ca. 20 Minuten. Unser Zimmer hatten wir im Hotel Meininger, gleich neben dem Hauptbahnhof.

Am Weg zur Verti Music Hall besuchten wir das Ostalgie-Restaurant „Volkskammer„. Es ist ein liebvoll eingerichtetes Lokal das mit „ostalgischen Speisen“ aufwartet. Witziges Detail am Rande. Im selben Gebäudekomplex befindet sich ebenfalls das „Ostel“ in dem wir 2016 bereits übernachtet haben.

Das Einlassprozedere in die Verti Music Hall gleicht der Personenkontrolle am Flughafen. Man muss sein Gepäck abgeben und durch einen Metalldetektor gehen. Ich persönlich finde es nicht schlecht dass – auch – bei Konzerten so genau kontrolliert wird.

Opener des Abends war „Kasbo“. Mit einem ca. 30-minütigen Set durfte er den Anfang des Abends machen. Leider war die Musik – für ein Konzert – ziemlich leise.

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Livestimmung kam bei mir kaum bis wenig auf. Auch der zweite Act des Abends „Fakear“ plätscherte eher lustlos dahin. Eigentlich konnte ODESZA den Abend nur noch retten! 🙂

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Um 21: 45 war es dann soweit. Die Lichter gingen aus und das Intro vom Album „A Moment Apart“ eröffnete die Show. Im Vergleich zu den beiden Acts zuvor war die Musik  jetzt wesentlich lauter. Nun betraten auch die beiden Musiker von ODESZA, flankiert von zwei Posaunenspieler, die Bühne. Die Stimmung im Publikum war gut und die Show nahm an Fahrt auf. Leider hatten ODESZA die Trommler nicht mit auf der Bühne. Das schmälerte das Konzert meiner Meinung nach doch sehr. Zugegeben, es gab auch langweilige Passagen. Vielleicht war meine Erwartungshaltung, durch zahlreiche geschaute Konzerte von ihnen auf Youtube, auch etwas zu hoch? In Summe gab es aber nichts zu meckern. Nach ca. 75 Minuten wurde das Konzert mit einer grandiosen Version von „It’s Only“ beendet.

Die Heimreise am Sonntag erfolgte wie die Anreise mit dem Expressbus „TXL“ bzw. einem Flugzeug der AUA zurück nach Wien.

05.01. – 06.01.2019 – Piešťany

Den slowakischen Kurort Piešťany erreicht man – von Wien aus – mit einmal umsteigen in Bratislava. Die Tickets für die Hinfahrt haben wir in Wien am Automaten gekauft.
Der erste Teil der Fahrt erfolgt mit einem REX der ÖBB von Wien Hauptbahnhof nach Bratislava hlavná stanica. Dort muss man in einen Schnellzug Richtung Kosice umsteigen. Alle 2 Stunden besteht die Möglichkeit von Bratislava nach Piestany zu fahren. Wir nutzten die Möglichkeit im Speisewagen Kaffee & Kuchen zu konsumieren.

In Piešťany angekommen führte uns der erste Weg in einen Supermarkt da sich die Sohle von meinem Schuh löste und ich dringend Ersatzschuhe brauchte. Danach gingen wir in unser Hotel.

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Wir hatten ein riesiges Appartment, nachdem man uns zuvor irrtümlicherweise in ein kleines 2-Bett-Zimmer eingebucht hatte. Zu den Annehmlichkeiten des Hotels gehört ein kleines Hallenbad. Leider sperrte die Saune bereits um 17:00 Uhr zu. Somit blieb mir der Zutritt zum Wellnessbereich verwehrt. Das Abendessen nahmen wir in einem Lokal in der Innenstadt ein.

Nachdem wir am nächsten Morgen das ausgiebige Frühstücksbuffet genossen hatten, besichtigten wir die „Spa-Insel“ auf die man über die Kolonádový most (Brücke) gelangt.

Am Weg dorthin kamen wir am ehemaligen Grand Hotel vorbei.

Auf der „Spa-Insel“ befindet sich das „Irma-Spa“ indem sich das Spiegel Bad befindet.

Weiters befindet sich das ganzjährig geöffnete Thermalbad „EVA“ auf der Insel.

Bevor wir unsere Reise zurück nach Wien antraten kehrten wir noch in einem der zahlreichen Cafes und Restaurants zum Mittagessen ein.

Die Rückfahrt nach Wien erfolgte wieder über Bratislava.

14.10.2018 – Marathon (Graz)

Wurde ich früher gefragt ob ich einmal einen Marathon laufen würde, antwortete ich grundsätzlich mit nein. Ich dachte immer dass diese Distanz unmöglich für mich zu schaffen sei. Mein Vorhaben für 2018 waren einige 30 Kilometer-Trailläufe. Mehr wollte ich heuer noch nicht wagen.
Doch es kam anders als geplant, und ich meldete mich in einem Anflug von Übermotivation zu meinem ersten Marathon in Graz an. Zur gleichen Zeit buchte ich auch unsere Unterkunft. Wir hatten uns ein Zimmer im A & O Hostel beim Hauptbahnhof genommen.
Am Samstag war Anreisetag. Nach einem ausgiebigen Mittagessen bei den „3 goldenen Kugeln“ bummelten wir in die Stadt, um meine Startunterlagen zu besorgen. Es lag bereits „Marathon-Stimmung“ in der Luft. Den restlichen Tag vertrödelten wir mit Bummeln und einem Besuch am Spielplatz.
Am Sonntag hatte ich mir den Wecker für 6:55 Uhr gestellt. Frühstück gab es erst ab 07:00 Uhr. Im Frühstücksraum fanden sich bereits einige LäuferInnen ein. Erstmals kam in mir eine gewisse Art von Nervosität auf. Es war eine Mischung aus Vorfreude und Unsicherheit, worauf ich mich eigentlich hier eingelassen hatte.
Pünktlich um 10:00 Uhr fiel der Startschuss neben der Grazer Oper. Rund 600 MarathonläuferInnen machten sich auf den Weg um die 42,195 km in Angriff zu nehmen. Da kurze Zeit später auch der Halb- und der Viertelmarathon starteten, war eine unglaubliche Anzahl an LäuferInnen auf der Strecke unterwegs. Dementsprechend war auch der Support durch das am Rand stehende Publikum. Die erste Runde (man muss 2 x 21,1 km laufen) lief ich fast wie im Trance. Noch dazu befand ich mich in einem Rausch der Emotionen. Ich dachte ich wäre nie mehr zu stoppen und dass es ewig so weitergehen würde … doch, Hochmut kommt vor dem Fall!
Nachdem die erste Runde absolviert war, war es mit meinem Höhenflug schlagartig vorbei. Ich hatte zwar damit gerechnet dass mir langsam die Kraft ausgehen würde, aber nicht dass es so schlagartig sein würde. Bis zum Kilometer 25 lief ich noch weiter, danach begann eine Mischung aus Laufen und Gehen. Da ich mir auf die ersten 25 Kilometer jedoch eine gute Pace erlaufen hatte, war ich guter Dinge diese auch noch halbwegs brauchbar ins Ziel zu bringen. Nach 30 Kilometer überholte mich der Mann der die 4-Stunden-Pace anführte. Obwohl ich ihn bis zum Kilometer 30 auf Distanz halten konnte war es zu diesem Zeitpunkt für mich klar dass sein Tempo für mich einfach nicht mehr zu laufen sei. Zu sehr machte sich nun die überhöhte Geschwindigkeit der ersten Runde bemerkbar. Für mich galt ab dem Zeitpunkt nur noch „Schadensbegrenzung“. Nachdem mich auch noch der 4:15-Pacemaker überholt hatte war mir endgültig klar dass ich mir die Messlatte vielleicht doch ein wenig zu hoch gelegt hatte. Zu meiner großen Überraschung tauchten bei Kilometer 40 plötzlich Gabi und Sarah auf. Sie liefen sogar ein paar Meter neben mir her um mir zu sagen dass sie beim Ziel auf mich warten werden. Sie mussten ja nur die Herrengasse entlang gehen, während ich noch eine Schleife vor mir hatte. Irgendwie mussten ja die fehlenden 2,195 Kilometer noch absolviert werden. Als ich nach 04:22 über die Ziellinie lief, war ich leer. Es war mir vollkommen egal dass ich im Ziel war. All die wunderbaren Emotionen der ersten Runde waren wie gelöscht. Dabei hatte ich die Tage zuvor zahlreiche Bilder im Kopf wie ich wohl diesen Moment erleben würde. Es war nicht die Enttäuschung darüber dass ich nicht schneller war. Es war die Fassungslosigkeit darüber wie sehr man sich mit einem zu schnellen Tempo einen langen Lauf zur Qual machen kann …
Letztendlich war ich dann aber doch froh dass ich meinen ersten Marathon in 04:22 gelaufen bin. Schneller kann ich ja immer noch werden …
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12.10.2018 – Veröffentlichung meiner neuen CD „Trail Running Experience“

Für viele ist der heutige Freitag wahrscheinlich ein Freitag wie viele andere auch. Für mich allerdings ist heute ein „Feiertag“!  Nach Wochen und Monaten ist es heute endlich soweit. Ich freue mich, mein neues Album „Trail Running Experience“, nun endlich der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Der Titel ist nicht grundlos gewählt. Es soll die Emotionen die ich beim (Trail)lauf empfinde musikalisch wiedergeben. All diese Höhen und Tiefen, die anstrengenden und schönen Momente, sollen durch die Musik zum Ausdruck gebracht werden!
Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei meinen musikalischen Mitstreitern Betti Stewart (Vocals bei „Faster“) und Bernhard Glatz (Trompete bei „Feel good“ und „Finale“) bedanken. Weiters möchte ich Andi Kong für die Hilfe beim Erstellen der CD danken.
Besonderer Dank gilt meiner Frau Gabi Zellhofer die mir Zeit und Raum gibt um dies alles überhaupt erst zu ermöglichen. Sei es das Laufen oder die Musik! ❤️

Zum Schluss bleibt mir nur noch, euch zu bitten, mir zu helfen meine Musik hinaus in die Welt zu tragen! Unterstützt mich indem ihr mein Album auf iTunes oder Spotify hört, kauft bzw. weiterempfehlt. Es ist natürlich auch erlaubt dieses Posting zu teilen!
Und da ich weiterhin davon überzeugt bin dass Musik gehört gehört, biete ich das Album auch als gratis Download auf meiner Website an: https://distanceprojectmusic.com/trail-running-experience

29.09.2018 – Schneeberg Trail

Der Schneeberg Trail ist eine Veranstaltung die am selben Tag wie der Schneeberglauf stattfindet. Während der Schneeberglauf parallel zur Zahnradbahn verläuft, sind gerade mal der Start- und der Zielbereich beim Schneeberg Trail mit jenes des Schneeberglaufs ident.
Als ich im Jahr 2016 am Schneeberglauf teilnahm erschien mir eine Teilnahme am Schneeberg Trail nahezu utopisch. 32 km und 2400 Höhenmeter klangen damals für mich einfach unmachbar. Und trotzdem blieb mir dieser Lauf im Gedächtnis.
Nachdem ich heuer bereits ein paar 30 Kilometer-Trail-Läufe absolviert hatte, entschied ich mich dazu als Saisonabschluss auch den Schneeberg Trail in Angriff zu nehmen.
Zugegeben, dieser Lauf hatte in mir für mächtig Unruhe gesorgt. Nachdem ich im August beim Pitz Alpine Glacier Trail ziemlich an die Grenzen meiner Belastbarkeit (punkto bergauf „laufen“) gestoßen war, hatte ich sehr großen Respekt vor dieser Herausforderung.
Am Tag des Laufes läutete bereits um 04:00 Uhr der Wecker. Ich hatte Glück und konnte mit einem anderen Läufer mit dem Auto nach Puchberg fahren. Da bereits um 07:30 Uhr der Start erfolgte, war an eine Anreise mit den Öffis leider nicht zu denken.
Als wir in Puchberg ankamen war der Himmel noch wolkenverhangen. Aber immerhin hatte es in der Nacht zuvor (am Berg) nicht geschneit. Somit hatte ich zumindest eine Sorge weniger.
Pünktlich um 07:30 fiel der Startschuss. Knapp 200 LäuferInnen machten sich am Weg Richtung Hochschneeberg. Mein Credo war es, „langsam aber sicher“ ins Ziel zu kommen. Da es allerdings Karenzzeiten (Zeitlimit) gab, galt es zumindest diese einzuhalten.
Die erste Labestelle beim Öhlerschutzhaus erreichte ich ca. 30 Minuten vor dem verlangten Zeitlimit. Danach ging es weiter Richtung Edelweisshütte. Dieser Abschnitt war teilweise technisch sehr anspruchsvoll. Das führte auch dazu dass ich binnen weniger Minuten zwei harmlose Stürze fabrizierte! 🙂
Nachdem die Edelweisshütte – ebenfalls im Zeitlimit – erreicht wurde begann der eigentliche Aufstieg Richtung Fischerhütte. Immerhin hatten wir bis dahin schon über 1000 Höhenmeter und 22 Kilometer in den Beinen.
Der finale Aufstieg erfolgte durch den Wurzengraben. Spätestens dort wurden mir wieder mal meine Grenzen aufgezeigt. Meter für Meter kämpfte ich mich Richtung Fischerhütte.
Oben angekommen, blies ein eiskalter Wind. Aber es war sonnig und man hatte einen grandiosen Ausblick in die umliegende Bergwelt.
Die letzten Kilometer hinunter Richtung Ziel konnte ich sogar noch laufen. Eine andere Teilnehmerin und ich pushten uns gegenseitig Richtung Ziel. Knapp vorm Ziel wartete Andi bereits auf mich und dirigierte mich ins Ziel.
Nach 06:20:58’1 hatte ich die Ziellinie überschritten. Zugegeben, schnell war ich nicht, aber dafür hat es richtig Spaß gemacht! 🙂
Nach einer kurzen Rast fuhren wir mit der Bahn wieder hinunter und machten uns am Weg Richtung Heimat …

Dieses Mal gibt es keine Fotos, aber dafür ein Video vom Lauf: