03.03. – 04.03.2018 – Reitergut Weissenhof (Micheldorf)

Da unsere Tochter schon lange wieder den Wunsch hatte reiten zu gehen entschieden wir uns für einen Wochenendaufenthalt am Reitergut Weissenhof in Micheldorf. Auf der Website https://www.reitergut-weissenhof.at kann man nicht nur ein Zimmer, sondern auch eine Reitstunde mitbuchen.

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Micheldorf ist mit dem Zug von Wien aus in etwas mehr als zwei Stunden erreichbar. Nach unserer Ankunft bei strahlendem Sonnenschein suchten wir einen der örtlichen Wirte auf.

Das Gasthaus „Schwarzer Graf“ befindet sich in einem ehemaligen Kuhstall. Dieser war Teil des ehemaligen Sensenschmiedekomplexes. Immer wieder findet man im Ort Hinweise auf die „Europäische Eisenstraße„.

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Nach dem Mittagessen besorgten wir noch ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt. Danach machten wir uns auf den Weg zum Reitergut Weissenhof. Dieses liegt ein wenig oberhalb der Ortschaft und bietet daher einen schönen Ausblick aufs Kremstal.

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Das Reitergut Weissenhof ist ein typisch oberösterreichischer „Vierkanter“.

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Die Zimmer sind in einem Trakt des Gebäudes untergebracht. Das Frühstückszimmer ist gleichzeitig die Gaststube (Reiterstüberl) in der man tagsüber auch Essen gehen kann. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten suchten wir den Stall auf. Nebst Pferden werden am Hof auch Schafe gehalten.

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Da diese allerdings gerade mit Fressen beschäftigt waren erkundeten wir noch ein wenig die Gegend rund um den Hof. Zu unserer großen Freude gab es in unmittelbarer Nähe einen Bach der bis zum Abendessen für Beschäftigung sorgte! 🙂

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Den Abend ließen wir am Zimmer ausklingen.

Als ich am Abend nochmal in den Hof rausging war ich erstaunt über die absolute Stille. Gelegentlich hörte man Lachen aus der Wirtsstube. Aber sonst war nichts zu hören. Kein Auto, kein Flugzeug, nichts!

Am Sonntag stand nach dem Frühstück die Reitstunde am Programm. Während Sarah ihre Runden durch die Reithalle drehte genossen Gabi und ich die Sonne. Das Mittagessen nahmen wir noch am Hof ein. Danach machten wir uns auf den Weg zurück nach Wien.

17.12.2017 – K.K. Museumsbahn Weinviertel

In der Zeit vom 26.11. – 17.12.2017 gab es auf der seit 2010 eingestellten Bahn von Bad Pirawarth nach Sulz-Nexing wieder die Möglichkeit mit einem Zug zu fahren. Die „K.K. Museumsbahn Weinviertel“ hat die Strecke gekauft um wieder Sonderzüge auf dieser zu führen. Wir nutzten daher am 17.12. die Gelegenheit wieder einmal diese landschaftlich durchaus reizvolle Strecke zu bereisen.

Wir fuhren mit dem ersten von zwei Zugspaaren von Sulz-Nexing nach Bad Pirawarth.

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Nach einem 10-minütigen Aufenthalt ging es wieder zurück nach Sulz-Nexing. Zum Einsatz kam ein ehemaliger „Schienenbus“ der zwischen zwei „Draisinen“ eingespannt war da dieser nicht selbständig fahren konnte.

Der Zug war in beide Richtungen bestens besucht und auch die Zugsmannschaft war sehr um ihre Fahrgäste bemüht.Die Fahrt kostete für einen Erwachsenen 10 € hin und retour. Kinder bis 15 Jahre konnten gratis fahren und bekamen einen kleinen Schoko-Nikolo. In Sulz-Nexing gab es in einem Zelt (das zur Unterbringung der Fahrzeuge dient) ein kleines Buffet und Tische zum Sitzen. Ein Bläserquartett sorgte für vorweihnachtliche Klänge. Leider konnten aber die wenigen Heizkanonen der Kälte kaum etwas entgegensetzen. Somit war der Aufenthalt im Zelt eher von kurzer Dauer. Zusammenfassend war es ein netter Ausflug auf einer der noch wenig erhaltenen Strecken des einst so großen Lokalbahnnetzes im Weinviertel.

 

08.12. – 10.12.2017 – Lienz

Zur Anreise nach Lienz nutzten wir den einzig direkt verkehrenden Zug von Wien nach Lienz. Dieser Zug war bis zum Fahrplanwechsel am 09.12.2017 mit einem Railjet unterwegs. Da wir noch Upgrade-Gutscheine der ÖBB hatten reisten wir in der „FIRST“ (1. Klasse) an. Zu den Vorzügen der „FIRST“ zählt unter anderem das „am Platz Service“. Das bedeutet dass man Speisen vom „Bordrestaurant“ direkt an den Platz serviert bekommt. Dieses Service nutzten wir für ein gemütliches Frühstück. Die Strecke von Wien nach Lienz lässt auf gewissen Abschnitten eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h zu. Die meiste Zeit fährt der Zug aber – bedingt durch Strecken wie die Semmeringbahn – mit einer eher gemächlichen Geschwindigkeit. Nach einer knapp 6-stündigen Fahrt haben wir unser Ziel erreicht.

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Unser Hotel „Hotel Traube“ lag direkt am Hauptplatz von Lienz. Dieser ist rund 5 Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

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Nachdem wir eingecheckt hatten erkundeten wir die Fußgängerzone von Lienz. Nach einem Kaffee in einem der zahlreichen Kaffeehäuser nutzten wir den hoteleigenen Wellnessbereich. Im Dachgeschoß des Hotels stehen den Hotelgästen ein Pool, ein Fitnessstudio und drei Saunen zur Verfügung.

Den Abend ließen wir in einem gut bürgerlichen Gasthaus und einer gemütlichen Bar ausklingen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir einen Ausflug mit der Bahn an die italienische Grenze. Die letzte Haltestelle auf österreichischem Staatsgebiet ist in Weitlanbrunn. Von dort spazierten wir durch den verschneiten Wald zurück nach Sillian.

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Von Sillian fuhren wir mit dem Zug zurück nach Lienz. Der Adventmarkt von Lienz zieht zahlreiche Touristen aus Österreich und Italien an.

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Dementsprechend schwer war es am Nachmittag einen Platz in der Konditorei zu bekommen. Das Abendessen nahmen wir in der dem Hotel angeschlossenen Pizzeria ein. Auch dort bekamen wir ohne Reservierung nur durch Zufall einen freien Platz. Da in unmittelbarer Nähe zum Hotel das Lienzer Kino ist beschlossen wir uns am Abend „Mord im Orientexpress“ anzuschauen.

Am Sonntag traten wir wieder die Heimreise an. Da der direkte Zug nach Wien erst am Nachmittag Lienz Richtung Wien verlässt mussten wir mit der Schnellbahn nach Villach fahren. Die Fahrt dauerte ca. 1 1/2 Stunden. In Villach bestand eine Umsteigeverbindung nach Wien Hauptbahnhof. Der Zug kam aus Venedig und war bereits in Villach sehr gut besetzt. Aufgrund der hohen Auslastung konnten wir auch keinen Platz in der „FIRST“ in Anspruch nehmen. Wir verbrachten daher die Fahrt nach Wien im „Bordrestaurant“ wo wir auch gleich unser Mittagessen und als Nachspeise einen Kaiserschmarrn verkosteten. Da der Zug mehr Fahrgäste als Sitzplätze aufwies mussten sogar Fahrgäste der „FIRST“ auf ihren Sitzplatz verzichten. Dennoch erreichte der Zug mit nur ein paar Minuten Verspätung Wien.

02.12. – 03.12.2017 – Gmünd / Weitra

Eine Kombination aus den Besuchen des „Solefelsenbad Gmünd“ und dem „Weitraer Advent“ bietet sich perfekt für einen Wochenendausflug mit Nächtigung an. Gmünd erreicht man in ein bisschen mehr als zwei Stunden von Wien aus mit der Franz-Josefs Bahn. Eine Fahrt durch das winterliche Waldviertel ist eine perfekte Einstimmung auf das erste Adventwochenende. In Gmünd angekommen führte uns unser erster Weg zum Supermarkt um noch ein paar Besorgungen zu erledigen. Dabei fiel mein Blick auf die ehemaligen Zugförderungsanlagen. Nichts mehr – bis auf ein kurz vor dem Abriss stehendes Haus – erinnert an die einst weitläufigen Anlagen welche von Normal- und Schmalspurbahn benutzt wurden.

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Überhaupt hat sich ein „Riegel“ – bestehend aus diversen Geschäften – zwischen Bahnhof und die Stadt geschoben. Aber wenigstens liegen diese Geschäfte somit nicht weit außerhalb der Stadt. Einkäufe werden aber trotzdem fast ausschließlich mit dem Auto erledigt …

Wir hatten uns ein Zimmer im Motel an der AVIA Tankstelle genommen. Dort lässt es sich relativ günstig übernachten und die Lage zwischen Bahnhof und Solefelsenbad erschien uns perfekt. Die Tankstelle bietet außerdem ein Restaurant inkl. Kinderspielbereich. Da wir noch Zeit bis zum Einchecken hatten haben wir dort zu Mittag gegessen.

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Nachdem wir im Wohncontainer unser Zimmer bezogen haben machten wir uns auf den Weg in das Solefelsenbad.

 

Als Besitzer der NÖ-Card hatten wir Anspruch auf eine Tageskarte inkl. Saunabesuch. Das Solefelsenbad ist eine eigenwillige Mischung aus Therme und Schwimmbad und erfreut sich scheinbar größter Beliebtheit.

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Der Parkplatz ist voll mit Autos aus den Bezirken Gmünd, Krems und Hollabrunn. Aber auch mit Autos mit Wiener und tschechischen Kennzeichen. Trotzdem ist in den Becken genug Platz. Ich stattete auch der Saune einen kurzen Besuch ab und hatte das Gefühl dass dort fast mehr los war als im restlichen Schwimmbad. Es gibt einen Innen- und Außenbereich. Ich beschränkte mich darauf im Innenbereich eine Sauna und das Dampfbad zu testen. Den Abend ließen wir in unserem Zimmer ausklingen.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Waldviertler Schmalspurbahn um mit dem Sonderzug zum Weitraer Advent zu fahren.

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Die Fahrt bis Weitra dauerte ca. eine halbe Stunde. Im Zug befanden sich viele Familien die ebenfalls die umweltfreundliche alternative Anreisemöglichkeit gegenüber dem Auto nutzten. Der Bahnhof von Weitra liegt ca. 500 Meter von der Stadt entfernt. 

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Nachdem man das „Obere Tor“ der Stadtbefestigung passiert hat, steht man nach ein paar wenigen Schritten am Hauptplatz von Weitra. Es gab zahlreiche Stände mit diversen kulinarischen Köstlichkeiten.

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Aber auch das Kunsthandwerk kam nicht zu kurz. Zur Mittagszeit versuchten wir einen Tisch in einem der beiden Restaurants am Rathausplatz zu bekommen. Ohne Reservierung war man hier chancenlos. Zum Glück fanden wir noch einen gerade freiwerdenden Platz in der Konditorei. Somit gab es zu Mittag Pizza statt Waldviertler Küche. Nach dem Mittagessen flanierten wir noch ein wenig durch die Stadt und Sarah erfreute sich noch über eine Runde Ponyreiten. Am Weg zurück zum Bahnhof sahen wir eine endlos lange Autokolonne die sich aus Richtung Gmünd durch Weitra wälzte. Mit dem Zug ging es zurück über Gmünd nach Wien.

 

 

15.10.2017 – Kahlenberglauf (Wien)

Obwohl der Kahlenberglauf (Start 10:00 Uhr) eigentlich nur knapp 7 Kilometer von mir zu Hause stattfand, läutete bereits um 06:00 Uhr der Wecker. Das übliche Prozedere (Kaffee trinken, Stabitraining, usw.) und die Anreise mit den Öffis kosteten allerdings doch einiges an Zeit. Und obendrein konnte man die Startunterlagen nur bis 09:00 Uhr in Kahlenbergerdorf abholen. Zum Glück war ein „goldener Herbsttag“ und somit war es auch kein Problem die Zeit bis zum Start im wärmenden Sonnenschein zu verbringen.

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Punkt 10:00 Uhr fiel der Startschuss für 143 LäuferInnen. Ich startete wie üblich ganz hinten um Anfangs noch ein paar LäuferInnen überholen zu können. Das vordere Starterfeld zog in gewohnter Weise weg und war nach dem nächsten Eck kaum noch zu sehen. Die Strecke führte zuerst den Waldbachsteig hinauf zur Josefinenhütte und von dort wieder runter zum Nußberg. Von dort erfolgte der zweite Anstieg hinauf zur Stefaniewarte (Kahlenberg) wo sich auch das Ziel befand. Zwei Kilometer vorm Ziel begannen einen Läuferin und ich uns gegenseitig spontan zu pushen. Letztendlich hatten wir beide das Ziel den Lauf unter 60 Minuten zu finishen. Nach 54:06 Minuten hatte ich (und auch die andere Läuferin) das Ziel erreicht.

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Foto: HDsports – Home of Distance Runners

Mit diesem Lauf endete auch meine Wettkampfsaison 2017. Und da ich nicht mit den Öffis nach Hause fahren wollte entschloss ich mich noch nach Hause zu laufen …

22.09. – 24.09.2017 – Bad Gastein (Ultraks)

Mein diesjähriges „Lauf-Highlight“ war der „Ultraks“ (Traillauf) in Bad Gastein. Die Anreise erfolgte am Freitag mit der Bahn von Wien aus. Bad Gastein ist alle 2 Stunden – mit Umsteigen in Salzburg – von Wien aus erreichbar. (Es fahren zwar auch ein paar direkte Züge, aber mit diesen braucht man länger als mit jenen bei denen man umsteigen muss). Nachdem wir in Bad Gastein in unserer Unterkunft eingecheckt hatten besorgten wir im Hotel Grand De L’Europe die Startunterlagen für den Lauf. Danach gingen wir in die Pizzeria Abendessen. Natürlich konnte der Tag nicht ausklingen ohne wenigstens einmal den örtlichen Spielplatz zu testen.

Am nächsten Morgen klingelte mein Wecker bereits um 06:55. Der Startschuss zum Lauf fiel zwar erst um 09:30, aber ich wollte langsam in den Tag starten. Da es in der ersten Wochenhälfte zu einem unerwarteten Wintereinbruch kam wurden die Laufstrecken am Donnerstag noch einmal alle geändert. Somit führte auch meine Strecke leider nicht, wie ursprünglich geplant, rauf zum Stubnerkogel sondern nur bis zur Mittelstation der Stubnerkogelbahn.

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Dadurch reduzierte sich die Strecke auch von ursprünglich 17,4 auf 14,2 km. Die ursprünglich  +/- 1267 Höhenmeter wurden auf +/- 1061 Höhenmeter reduziert.

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Pünktlich zum Startschuss um 09:30 kam die Sonne hervor. Somit war auch klar dass der Lauf mit kurzer Hose und T-Shirt durchführbar sein wird. Zur Sicherheit war ich allerdings mit Armlingen und Loop unterwegs. Diese stellten sich beim Schwitzen auch als durchaus praktisch heraus. Auf die Beinlinge habe ich beim Start bereits verzichtet.

Der Lauf führte vom Start weg – bis auf ein paar Meter – permanent bergauf. Bis auf ein paar vereinzelte Schneeflecken war der Weg in einem guten Zustand.

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Nach ca. 1 Stunde habe ich die Mittelstation der Stubnerkogelbahn erreicht.

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„© sportograf

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Ab dort ging es noch ein paar Höhenmeter bergauf bis zur „Obere Zittauer Alm“. Ich freute mich schon darauf die erkämpften Höhenmeter (ca. 1000) wieder bergab laufen zu können bzw. meine Pace ein wenig zu verbessern. Allerdings sollte die Freude nicht lange währen. Der Weg bergab bis zur Böckfeldalm entwickelte sich zu einem Horrorszenario für mich. Nach ungefähr 10 Metern landete ich bereits das erste Mal im Schnee. Der Trail war mit Steinen und Wurzeln gespickt und war an manchen Stellen mehr Bach als Weg. Der Begriff „Traillauf“ machte seinem Namen alle Ehre! Ehrfürchtig stolperte ich Schritt für Schritt dem Tal entgegen und stellte bald fest dass ich bergauf auch nicht viel langsamer als bergab war.

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Besonders motivierend waren die LäuferInnen die im Eiltempo – wie Gemsen – an mir vorbei liefen. Allerdings waren dabei auch zwei besonders motivierte Läufer die es regelrecht zerlegte. (Immerhin diese Schmach blieb mir durch mein langsames Tempo erspart). Nach einer kurzen Frage ob es Ihnen gut gehe waren sie aber schon wieder auf und rasten den Berg hinab.  Ab der Böckfeldalm wurde der Weg auch für mich wieder „laufbarer“. Somit konnte ich mit der Aufholjagd auf mein Ziel „2:30:00“ beginnen. Ab Altböckstein wurde es wieder flach, zumindest für ein paar hundert Meter. Auf der anderen Seite des Tales ging es nämlich wieder den „Böcksteiner Waldweg“ (den Begriff hab ich von hier übernommen) bergauf. Dieser führte auf gemütlichen Forstwegen zurück nach Bad Gastein.

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In Bad Gastein ging es dann noch vorbei am Wasserfall. Dieser ist das Wahrzeichen des Ortes.

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„© sportograf

Nach 2:25:12 habe ich die Ziellinie in Bad Gastein überschritten und somit doch mein Ziel „unter 2:30:00 zu finishen“ erreicht.

Nach dem Runners Meal im Ginger n´Gin genossen wir noch ein paar Sonnenstunden am Spielplatz. Den Nachmittag / Abend ließen wir in der Therme ausklingen.

Der Sonntag war geprägt von den Nachwehen des Laufes. Besonders betroffen waren meine Oberschenkel. Aber immerhin hatte ich eine bleibende Erinnerung an den Lauf. Nach einem gemütlichen Frühstück traten wir den Weg zurück nach Wien an.

 

 

 

03.09. – 09.09.2017 – Caorle

Warum entscheidet man sich eigentlich dafür nach Caorle zu fahren? Die Gründe dafür sind vielseitig. Einer davon war dass die „obere Adria“ von Wien aus mit der Bahn relativ gut erreichbar ist. Da wir bei unseren letzten Reisen sehr gute Erfahrungen mit der Benutzung von Nachtzügen gemacht haben, entschieden wir uns auch dieses Mal wieder für die An- und Abreise im Liegewagen. Um uns das Abteil nicht mit anderen Fahrgästen teilen zu müssen buchten wir uns wieder ein Familienabteil. Das Hotel in Caorle buchten wir im Voraus über booking.com.

Die Abreise erfolgte Sonntag am Abend. Als wir das Haus Richtung Hauptbahnhof verließen war es bereits dunkel.

Ungefähr 15 Minuten vor der Abfahrt wurde der Nightjet (wie die Nachtzüge der ÖBB seit Dezember 2016 heißen) nach Venezia Santa Lucia zum Einsteigen bereitgestellt. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben bezogen wir unsere Betten und ließen uns sanft in den Schlaf schaukeln.

Am nächsten Morgen wachte ich bereits in Tarvisio Boscoverde auf. Draußen war es noch dunkel. Bis zu unserer Ankunft in Venedig dauerte es ungefähr noch 3 Stunden. Trotzdem konnte ich nicht mehr einschlafen. Nachdem Gabi und Sarah auch aufgewacht waren liessen wir uns das Frühstück servieren. Mittlerweile war es draußen hell geworden und wir freuten uns auf unser zweites Frühstück in Venedig.

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Nach der pünktlichen Ankunft in Venezia Santa Lucia machten wir uns sogleich auf die Suche nach einer Espressobar. Nach der Ponte delle Guglie wurden wir fündig und genossen unseren ersten Espresso. Dazu gab es Panini und Toast.

Gestärkt traten wir den Weg zurück zum Bahnhof an um mit einem Regionalzug nach Portogruaro-Caorle zu fahren.

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Von dort mussten wir nochmal ca. 45 Minuten mit dem Bus bis zur Küste zurücklegen. Der Busbahnhof von Caorle liegt in der Nähe der Altstadt. Nach einem knapp 20 minütigen Fußmarsch entlang der Strandpromenade hatten wir unser Hotel erreicht.

Das „Hotel Marina“ ist ein Bau aus den 70er-Jahren der bis heute kaum verändert wurde. (Im Internet wird das Hotel übrigens als „Vintage Hotel“ verkauft)

Die Zeit in Caorle verbrachten wir mit viel Sand spielen, am Pool rumliegen, auf Spielplätze gehen und gutem Essen! Was aber wäre ein Italienurlaub ohne auch einmal mit einem Rikscha gefahren zu sein? Kurzum, wir lebten einfach in den Tag hinein …

Die Rückreise nach Venedig verlief leider nicht ganz wie geplant. Eigentlich wollten wir uns mit Bussen bis nach Punta-Sabbioni durchschlagen um von dort mit dem Schiff nach Venedig zu fahren. Da es aber bereits Nebensaison war war das Angebot an vernünftigen Busverbindungen schon recht dürftig. Daher entschieden wir uns direkt nach Venedig mit dem Bus zu fahren. Nach knapp 2 stündiger Fahrzeit erreichten wir den Busbahnhof von Venedig. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe vom Bahnhof Venezia Santa Lucia wo wir unseren Rucksack – bis zur Abfahrt unseres Zuges – abgeben wollten. Bei einem Preis von 12 € entschieden wir uns allerdings dagegen. Eigentlich hatten wir ohnehin vor nur bis zum Markusplatz zu gehen und von dort mit einem Vaporetto zurück zum Bahnhof zu fahren.

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Für unseren letzten Imbiss in Venedig suchten wir noch einmal eine Bar in der Nähe des Bahnhofs auf. Ich möchte gar nicht viele Worte über dieses Erlebnis verlieren. Nur so viel: „Wer lesen kann ist klar im Vorteil und kann dabei auch noch kräftig sparen!“

Die Heimfahrt im Nightjet nach Wien erfolgte ohne nennenswerte Zwischenfälle. Pünktlich am nächsten Morgen wurden wir in Wien Meidling zurück in die Realität katapultiert. Es war „schön“ wieder in Wien zu sein …

20.08.2017 – Vienna Trail Run

Nachdem ich im September an einem Traillauf in Bad Gestein teilnehmen werde, habe ich mich als Vorbereitung u.a. für den „Vienna Trail Run“ angemeldet. Der Lauf fand heuer zum zweiten Mal stand. Zur Auswahl stand eine kurze und eine lange Distanz. Ich habe mich für die lange Distanz (14 km / 590 HM) entschieden. Als ich am Cobenzl ankam war noch nicht viel los. Nach und nach trudelten aber weitere LäuferInnen ein um bei diesem – für Wien – eher ungewöhnlichen Event teilzunehmen.

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Um 10:00 fiel der Startschuss zum „2. Vienna Trail Run“. Ich habe mich – wie üblich – für den hinteren Abschnitt im Starterfeld entschieden. Es tut der Psyche ganz gut wenn man am Anfang ein paar LäuferInnen überholen kann! 🙂 Nach 3 Kilometer gab es bereits die erste Versorgungsstation. Da ich mit meinem Laufrucksack unterwegs war hatte ich genug Wasser mit und konnte mir den Aufenthalt sparen. Der Anstieg zum Hermannskogel war ein kollektiver Spaziergang da – soweit das Auge reichte – niemand die Steigung laufend bewältigen konnte. Vom Hermannskogel ging es rüber zum Kahlenberg. Den Großteil der Wege kannte ich bereits vom Laufen / Wandern / Mountainbiken. Das hatte natürlich den Vorteil dass ich ungefähr die kommenden Steigungen bzw. Gefälle vorabschätzen konnte. Vom Kahlenberg ging es noch einmal bergab zum Schreiberbach um von dort die letzte Steigung hinauf Richtung Cobenzl in Angriff zu nehmen. Bei der Wiese am Haindersbrunn bekam ich – zu meiner großen Freude – einen Krampf in der rechten Wade. Zum Glück hatte ich zu dem Zeitpunkt nur mehr ca. 1,5 km bis ins Ziel. Wie zum Trotz legte ich auf den letzte Metern noch einen verbissenen Zielsprint ein um nach der Ziellinie das nächste freie Stück Wiese für mich zu beanspruchen. Nachdem ich in meinem Dusel komplett auf die Medaille vergessen hatte, wurde mir diese – mit den Worten „alles OK“ – in der Wiese überreicht. Mein Ziel den Lauf unter 01:30:00 zu finishen habe ich um 01:53 Minuten verpasst. Aber ich konnte mir trotzdem einen Platz im Mittelfeld erkämpfen. Umso mehr hat es mich aber gefreut dass Gabi und Sarah im Ziel auf mich gewartet haben! 🙂

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  • Die Ergebnisse gibt es auf maxfunxports.com
  • Infos & Fotos vom „Vienna Trail Run“ gibt es hier: www.viennatrailrun.at
  • Einen Videozusammenschnitt von der langen Distanz gibt es hier:

29.07. – 30.07.2017 – Znojmo

Obwohl wir bereits ein paar Mal in Znojmo waren entschlossen wir uns für eine Übernachtung in der Stadt an der Thaya. Dafür buchten wir ein Zimmer in der „Penzion U Mikuláše„. Diese liegt in unmittelbarer Nähe der St. – Nikolaus-Kirche bzw. ein paar Schritte von den Hängen (die zur Thaya hinabführen) entfernt. Im Erdgeschoss der Pension befindet sich ein Cafe in dem auch das Frühstück serviert wird. Das Dachgeschoss verfügt über eine Dachterrasse von der man einen herrlichen Blick über Znojmo hat.

Auf dem Gelände der Znaimer Burg (von der leider nicht mehr allzuviel zu sehen ist) befindet sich eine Aussichtterrasse mit Blick auf die Thaya. Es empfiehlt sich dort ein paar Minuten einzuplanen und den Ausblick zu genießen!

Das Highlight der Reise war der Ausflug in den Znaimer Untergrund. Ähnlich wie in Retz gibt es auch in Znojmo ein unterirdisches Labyrinth durch welches Führungen angeboten werden. Im Gegensatz zur Retzer Unterwelt gibt es aber verschiedene Arten von Führungen. Wir entschieden uns für die harmlose „klassische Besichtigungstour“. Es gibt aber auch „Adrenalintouren“ in drei verschiedenen Kategorien bzw. Schwierigkeitsstufen. Unsere Tour führt uns ca. eine Stunde lang durch das schier unendlich erscheinende Kellersystem. Da die Führung auf tschechisch war bekamen wir Audioguides. Am Ende der Führung kann man an einer Bar Znaimer Wein verkosten.

Der einzige Wehrmutstropfen dieser kurzen Reise war der Schienenersatzverkehr zwischen Stockerau und Znojmo. Die längere Reisezeit von 40 Minuten pro Fahrt beinhaltete aber immerhin die unfreiwillige Besichtigung einiger Ortszentren entlang der Bahnstrecke. So kann ich jetzt zumindest mitreden wenn vom Ortskern von Platt oder Unterretzbach die Rede ist.

 

 

21.07. – 23.07.2017 – Innsbruck (Hafelekarspitze)

Da Thomas und ich die Reise schon vor längerer Zeit fixiert hatten, suchten wir nach einem Ziel das auch bei Schlechtwetter Alternativen zum Wandern bietet. Daher entschieden wir uns für Innsbruck. Die Anreise am Freitag erfolgte ohne Zwischenfälle mit dem Railjet. Die Fahrzeit von 4 Stunden nutzten wir für ein ausgiebiges Frühstück.

2017-07-21 09.33.07Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten verbummelten wir den restlichen Tag in Innsbruck und am Balkon unserer Unterkunft.

Am Samstag starteten wir um 08:30 das Unternehmen „Hafelekar-Besteigung“.

2017-07-22 08.53.47Wir hatten Glück mit dem Wetter da es die ganze Tour fast durchwegs nebelig war. Somit waren wir kaum dem Sonnenschein ausgesetzt. Das erste Ziel unserer Reise war der Planötzenhof. Von dort begann der eigentliche Wanderweg. Die ersten Kilometer der Wanderung führen entlang einer unspektakulären Forststraße. Das einzige Highlight war das „Höttinger Bild„. Zwischendurch wurden wir immer wieder von MountainbikerInnen überholt die sich den Berg hinauf quälten. Nachdem man den Höttinger Bach überquert hat beginnt das Gelände alpin zu werden.

Das nächste Ziel unserer Wanderung war die Höttinger Alm. Da es uns noch zu früh zum Mittagessen war, nahmen wir unser nächstes Ziel – die Bergstation Seegrube – in Angriff. Am Weg dorthin legten wir dann eine Rast ein und genossen die wenigen Momente in denen man auf Innsbruck blicken konnte.

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Das Finale war allerdings der Aufstieg zur Hafelekarspitze. Der Weg führte anfangs durch unwirtliches Geröll und zeigte uns nach und nach unsere konditionellen Grenzen auf.

Die letzten 500 Meter bis zur Hafelekarspitze waren wir von bestens gelaunten „Seilbahn-Touristen“ umgeben die den Aufstieg mit der Seilbahn absolvierten.

Nachdem wir die Spitze erreicht hatten kehrten wir ins Gasthaus der Seilbahn ein um mit dieser nach einer anständigen Jause zurück in die Stadt zu fahren. Für die Rückfahrt ins Quartier gönnten wir uns einen Fahrschein für den Linienbus.

Die Daten zur Tour:

  • 4:49 Stunden (Netto-Gehzeit)
  • 9,33 Kilometer
  • 1655 Höhenmeter

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Nachdem wir uns in unserer Unterkunft wieder etwas regeneriert hatten stärkten wir uns mit einem köstlichen Abendessen im Theresienbräu.

Den Sonntag nutzen wir noch für einen Abstecher ins Café Central. Es ist das einzige „Wiener Kaffeehaus“ im Westen Österreichs und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Danach ging es mit dem Zug wieder zurück nach Wien.