23.06. – 02.07.2017 – Makarska

Prolog:

Das Ziel unserer heurigen Sommerreise sollte am Meer liegen und mit der Bahn erreichbar sein. Grundsätzlich kann man von Wien aus zwar nach wie vor an die kroatische Küste fahren, aber die Verbindungen sind – für eine Reise mit einem Kind – eher untauglich. Wir entschieden uns daher die Reise mit dem Nachtzug von Budapest nach Split anzutreten. Die Tickets für den Zug hatten wir bereits im Mai in Györ besorgt. Leider war es nicht möglich die Tickets auch zeitgerecht in Österreich zu besorgen. Auf der Homepage der ÖBB war es überhaupt erst ein paar Tage vor unserer Abreise möglich den Fahrplan für unseren Zug abzufragen. Wie schon so oft stellte ich mir die Frage warum die ÖBB im Jahr 2009 ihre saisonalen Verbindungen zur Adria eingestellt hatte. Immerhin konnte man bis dahin auch von Wien nach Split / Rijeka und Koper reisen. Die Möglichkeit mit dem Nachtzug von Budapest nach Split zu reisen wird übrigens in Österreich leider nicht beworben. So löblich der Ansatz der ÖBB auch ist (in das Nachtzuggeschäft weiter zu investieren) so ärgerlich ist die Tatsache dass man die Ziele in Slowenien und Kroatien – im saisonalen Nachtzugverkehr – von Wien aus nicht mehr bedient.

Die Anreise:

Die Fahrt von Wien nach Makarska erfolgte in mehreren Etappen. Von Wien nach Budapest fuhren wir mit dem Railjet. Um unnötigen Umsteigestress zu vermeiden fuhren wir bereits am Vormittag in Wien los. In Budapest angekommen kehrten wir in das Bahnhofsrestaurant ein. Nach einem köstlichen Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum „Stadtwäldchen“. Schon im Voraus ergab meine Recherche im Internet dass es dort einige Spielplätze gibt. Am Weg zurück zum Bahnhof machten wir noch ein paar Besorgungen für die Fahrt im Nachtzug. Da der Zug um 18:15 Budapest verlassen sollte hatten wir unser Abendessen im Zug eingeplant. Die Abfahrt des Zuges verzögerte sich um zwei Stunden da wir noch auf den „Kurswagen“ aus Prag warten mussten. Der Zug bestand aus Sitz-, Liege- und Schlafwagen und war bestens besucht. Um 20:15 setzte sich der Zug schließlich doch in Bewegung. Das Abenteuer „G 1204 ADRIA“ konnte beginnen.

An der ungarisch-kroatischen Grenze wird man unsanft von den Organen der Grenzwache aus dem Schlaf gerissen. Da man die EU verlässt werden die Pässe nicht vom Schaffner eingesammelt sondern von den „Grenzern“ im Abteil kontrolliert. Da der Zug in der Nacht die Verspätung nicht aufholen konnte verzögerte sich unsere Ankunft in Split um 2 Stunden. Immerhin konnte man im Zug beim mürrischen Schaffner Kaffee kaufen.

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Nachdem wir Split erreicht hatten kümmerten wir uns um unseren Anschlussbus nach Makarska. Es war unglaublich welch ein Gewusel am Bahnhof von Split herrschte. Dieser ist Verkehrsknoten von Bahn, Bussen und Schiffen.

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Der Kauf der Karten ging aber recht flott und nach knapp einer halben Stunde ging es mit dem Bus – die Küste entlang – nach Makarska. Der Busbahnhof von Makarska liegt mitten in der Stadt.

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Unser Quartier war allerdings ca. 1,5 Kilometer davon entfernt. Nachdem wir Mittagessen waren, machten wir uns entlang der Strandpromenade auf den Weg zu unserem Quartier. Dieses hatten wir bereits im Dezember gebucht.

Das Quartier:

Unser Quartier hatten den klingenden Namen „Villa Rita„. Da unsere Tochter unbedingt eine Unterkunft mit Pool wollte, fiel unsere Entscheidung u.a. auf diese Unterkunft. Sie wird von einem sympathischen Paar geführt die den Gästen jeden Wunsch von den Augen ablesen. Gleich nach der Ankunft wurde uns angeboten am Abend mit den anderen Gästen Abend zu essen. Da wir aber gerade erst vom Mittagessen gekommen waren lehnten wir den Vorschlag dankend ab. (Die Betreiber der Unterkunft kochen nämlich auf Wunsch der Gäste auch zu Abend. Dafür steht ein eigener Ofengriller im Garten zur Verfügung.)

Das Frühstück der Unterkunft wird jeden Morgen frisch zubereitet und variiert nebst den üblichen Frühstückstandards mit täglich frisch zubereiteten Köstlichkeiten!

Nebst dem Pool warten die Gastgeber mit einem Whirlpool auf. Es gibt im Garten und auf der Terrasse verschiedene Sitzmöglichkeiten um sich zu entspannen.

Unser Appartement bestand aus 2 Zimmern, einer Kochnische, einer Sitzecke und natürlich auch einem Badezimmer mit WC & Dusche.

Makarska:

Die knapp 14.000 Einwohner zählende Stadt bietet alles was man als Tourist im Urlaub sucht. Eine Strandpromenade mit unzähligen Restaurants, eine beschauliche Altstadt mit engen romantischen Gässchen und einen Hafen von dem aus man diverse Bootsausflüge unternehmen kann. Entlang der Promenade fährt ein Traktorzug. Um ihn als öffentliches Verkehrsmittel zu verwenden ist er aber doch ein wenig zu teuer. Trotzdem fuhren wir einmal die komplette Länge damit ab um von einem Strand zum anderen zu gelangen …

Uns wurde ein Ausflug mit einem „U-Boot“ zum Beobachten der Fische empfohlen. Anfangs dachten wir dass das Boot (in Form eines U-Boots) tatsächlich abtauchen würde. Es stellte sich allerdings heraus dass man im Boot unter Deck gehen kann und von dort aus durch große Scheiben hinaus ins Meer blicken kann. Das Boot nimmt dafür Kurs auf die Felsenküste und fährt dort ca. eine 1/4 Stunde auf und ab.

Omiš:

Auf Anraten unserer Unterkunftsbetreiber machten wir einen Ausflug nach Omiš. Die Stadt liegt ca. auf halbem Weg zwischen Makarska und Split und ist bequem mit dem Bus erreichbar. Wir machten einen Abstecher von der Altstadt auf die Festung. Die Turmspitze ist von der Altstadt durch 316 Stiegen getrennt. Der letzte Anstieg auf den Turm der Festung erfolgt über eine senkrechte Eisenleiter. Dafür hat man vom Turm aus einen traumhaften Ausblick auf Omiš und die Umgebung. Es gäbe in der Umgebung der Stadt zahlreiche Outdoor-Aktivitäten wie Kajakfahren bzw. diverse „Ziplines„. Wir bevorzugten allerdings die harmlosere Variante mit Muscheln suchen und Spielplatz am Strand! 🙂

Nugal:

Ca. 1 1/2 Kilometer vom Zentrum von Makarska entfernt, befindet sich die Bucht „Nugal“.  Zur Bucht führt ein traumhafter Pfad entlang der Küste durch einen Pinienwald. Obwohl man immer wieder auf Hinweise stößt dass es sich um einen FKK-Strand handelt, sind dort auch Badegäste in Textilien erlaubt. Man findet dort auch reichlich Platz im Schatten, und so ist man in der Mittagszeit nicht der gnadenlosen Sonne ausgeliefert.

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Die Heimreise:

Die Heimreise erfolgte wie die Anreise, nur in umgekehrter Reihenfolge. Da der Zug erst am Abend in Split wegfuhr, hatten wir noch Zeit ein wenig die Stadt zu erkunden und ein letztes köstliches Mittagessen in einer Konoba zu genießen. Im Gegensatz zur Anreise fuhr der Zug diesmal pünktlich auf die Minute in Split ab. Bis auf die lästige Passkontrolle in der Nacht verlief die Fahrt ohne Zwischenfälle. Am nächsten Morgen erreichten wir Budapest mit ein paar Minuten Verspätung.

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Die reichten allerdings dafür dass wir unseren Anschlusszug nach Wien verpassten. Dadurch ergab sich die Möglichkeit noch einmal ins Bahnhofsrestaurant auf ein ausgiebiges Frühstück einzukehren. Sehr zu unserer Verwunderung gab es bei der Heimreise auch im RJ Grenzkontrollen …

Nach ca. 28 Stunden waren wir wieder zu Hause.

Fazit:

Nachtzugreisen sind nach wie vor eine günstige und abenteuerliche Variante um in Süd- bzw. Osteuropa ans Meer zu kommen. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist kann mich auch gerne kontaktieren! Bei Fragen helfe ich gerne weiter.

 

17.06. – 18.06.2017 – Třeboň

Třeboň zählt zu einer der vielen grenznahen Städte in Tschechien die einen Besuch wert sind. Die Anreise erfolgte vom Wiener Franz-Josefs Bahnhof. In České Velenice muss man allerdings von einem Zug der ÖBB in einen der tschechischen Eisenbahn umsteigen. Insgesamt dauert die Fahrt von Wien nach Třeboň ca. 3 1/2 Stunden.

Von der Haltestelle Třeboň Lázně geht man ca. 600 Meter bis ins Zentrum der Stadt welches der Masaryk-Platz bildet. Dieser ist von Bürgerhäusern umgeben die nach 1562 errichtet wurden.  In der Platzmitte befinden sich ein Brunnen von 1569 und eine Mariensäule von 1780. Unser Hotel befand sich ebenfalls dort. Zahlreiche Cafes laden zum Verweilen ein.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Schloss, die Ägidiuskirche, die ehemalige Synagoge, das Rathaus mit Turm und natürlich die Brauerei.

Třeboň ist auch für seine Fischzucht bekannt. Am Rande der Altstadt liegt einer der zahlreichen Teiche. Hier kann man auch eine Rundfahrt mit dem Schiff machen. Leider ging sich diese aber zeitlich für uns nicht aus.

Die Heimreise erfolgte – wie schon die Anreise – über České Velenice. Auf der Fahrt nach Wien kamen wir erstmals in den Genuss eine längere Fahrt mit dem Cityjet der ÖBB zu erleben.

03.06. – 04.06.2017 – Ampflwang (Reitzentrum Hausruckhof)

Ich habe ja schon in einigen Hotels bzw. Pensionen übernachtet. Dass ich jedoch einmal in einem Reitzentrum übernachten werde hätte ich mir nicht träumen lassen. Aber was macht man nicht alles wenn das jüngste Familienmitglied ihre Liebe zu den Pferden entdeckt? 🙂 Man bucht eine Nacht im Reitzentrum Hausruckhof. Die Anreise nach Ampflwang gestaltete sich relativ unspektakulär. Wäre da nicht der Zug aus Wien bis Vöcklabruck schon 10 Minuten verspätet gewesen und daher der Umsteigevorgang zu einer olympischen Disziplin geworden. Aber da unsere Familie durchaus sportlich ist haben wir den „Bus“ nach Ampflwang doch noch erreicht. (Ich schreibe „Bus“ ganz bewusst unter Anführungszeichen. Offensichtlich reicht am Samstag ein Kleinbus um die gezählten 8 Fahrgäste zu befördern.)

Das Hotel liegt im Zentrum von Ampflwang und bietet zahlreiche Möglichkeiten um sich die Zeit zu vertreiben. Abgesehen von den Aktivitäten rund ums Thema Reiten gibt es ein Schwimmbecken, einen großen Spielplatz und im Untergeschoss einen Wellnessbereich. Das Zimmer war verhältnismäßig groß und vom Balkon hatte man einen direkten Blick auf die Reitanlagen. Im Hotel ist man sehr bemüht um das Wohl der Gäste! Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich die Gespräche der Hotelgäste die sich – wie kann es in einem Reitzentrum anders sein – ausschließlich um Pferde drehten.

Ampflwang war einst das Zentrum der WTK (Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG). Zahlreiche Fahrzeuge (die heute als Denkmal aufgestellt sind) erinnern an die glorreiche Vergangenheit des Bergbaus.

Die Rückreise nach Wien gestaltete sich ein wenig aufwendiger als die Anreise. Da es am Sonntag keine Möglichkeit gibt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Ampflwang Richtung Westbahn zu reisen benutzten wir die Museumsbahn der ÖGEG um nach Timelkam zu fahren.

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Der Preis für eine Familie beträgt zwar stolze 20 €, dafür reist man aber in alten Waggons, gezogen von einer Dampflok. Die Fahrt bis Timelkam dauert 30 Minuten. Von Timelkam ging es über Vöcklabruck zurück nach Wien.

27.05. – 28.05.2017 – Spielberg (Red Bull Ring)

Im Frühjahr wurde ich auf die „Ring Attacke“ am Red Bull Ring in Spielberg aufmerksam. Es handelt sich um ein Radrennen am F1-Ring in Spielberg. Man konnte zwischen einem 10- und einem 25-Runden Rennen wählen. Eine Runde hat eine Länge von 4,318 km bzw. 65 Höhenmeter. Ich habe mich für das 10-Runden-Rennen entschieden.

Im Vorfeld haben wir ein Zimmer in Pausendorf (Spielberg) reserviert bzw. Fahrradreservierungen für die An- und Abreise im Zug besorgt. Es war meine erste Fahrradmitnahme im Railjet. Leider sind die Fahrradabstellplätze im „Premiumzug der ÖBB“ nicht sehr kundenfreundlich. Es ist eng und man muss über Stiegen in den Zug einsteigen. Aber immerhin kann man pro Zug 5 (sic!) Fahrräder mitnehmen.

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Vom Bahnhof Knittelfeld mussten wir ca. 5 Kilometer mit dem Rad bis zu unserer Unterkunft zurücklegen. Sehr zur Freunde unserer jüngsten Mitreisenden gab es im Garten der Pension einen großen Spielplatz.

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Nachdem wir uns gestärkt hatten machten wir einen Abstecher zur Mur wo wir einen netten Platz am Wasser entdeckten.

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Am Weg zurück zu unserer Unterkunft kauften wir noch ein wenig Proviant für den Abend ein. Als wir nach dem Einkauf losfahren wollten stellten wir fest dass das Fahrrad unserer jüngsten Mitreisenden einen Platten hatte. Da wir weder Flickzeug noch einen Ersatzschlauch mit hatten war nun guter Rat teuer. Ich machte mich auf den Weg um bei den umliegenden Tankstellen Flickzeug zu kaufen. Wer allerdings glaubt dass man bei einer Tankstelle Flickzeug bekommt ist mindestens so naiv wie ich. Aber manchmal passieren Dinge die man nicht für möglich hält. Ein junger Mann hatte unser Desaster vom Auto aus beobachtet und uns spontan geholfen den Patschen zu flicken. VIELEN DANK an der Stelle für diese unglaubliche Hilfsbereitschaft!! Zurück im Quartier ließen wir den Abend am Zimmer ausklingen.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Red Bull Ring. Die Formalitäten (Anmeldung, Startnummernausgabe, usw.) waren schnell erledigt.

Um 11:30 fiel der Startschuss zum Rennen. Die erste Runde fuhren noch alle 129 Teilnehmer gemeinsam hinter einem Auto her. Danach setzte sich eine Gruppe hochmotivierter Fahrer ab und ich kämpfte mit ein paar weiteren FahrerInnen um jeden Meter. Nach 8 Runden war  für mich das Rennen vorbei da der erste Fahrer bereits die 10 Runden absolviert hatte. Da ich aber nicht sofort bemerkt hatte dass das Rennen bereits zu Ende war legte ich eine neunte (Ehren)runde ein! Schlußendlich konnte ich Platz 101 von 129 erkämpfen: Ergebnisse 2017 Bilder vom Rennen gibt es hier: BILDER RING ATTACKE 2017 / 10 RUNDEN

Die Rückreise erfolgte wieder mit dem Railjet von Knittelfeld nach Wien.

DANKE an Gabi für die Bilder!

20.05. – 21.05.2017 – St. Wolfgang (Schafberglauf)

HIER KLICKEN Als ich letztes Jahr am Schneeberglauf teilgenommen habe war für mich klar dass das nicht der einzige Berglauf für mich bleiben sollte. (Ich habe schon letztes Jahr mit einer Teilnahme am Schafberglauf geliebäugelt. Allerdings war mir der Lauf damals – im wahrsten Sinne des Wortes – noch zu steil.) Heuer war es allerdings soweit. Heuer wollte ich mein Glück beim Schafberglauf versuchen. Immerhin zählt dieser zu den härtesten Bergläufen in Österreich.

Wir machten uns am Samstag auf den Weg nach St. Wolfgang wo wir bereits vor langer Zeit ein Zimmer in der Pension Enzian gebucht hatten.

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In St. Wolfgang spazierten wir am Nachmittag durch das Zentrum um einen Blick auf das berühmte Weiße Rössl zu werfen.

Leider stört der Autoverkehr die Idylle im Ortszentrum. Es ist eigentlich unglaublich dass man selbst in solchen Orten bis in den letzten Winkel mit dem Auto fahren darf.

Am Abend ging ich noch eine kurze Runde laufen um mich auf den Lauf am nächsten Tag einzustimmen …

Am Sonntag war es soweit. Um 06:00 Uhr läutete der Wecker. Eigentlich wollte ich noch in Ruhe frühstücken, allerdings konnte ich aufgrund leichter Nervosität dass Frühstück nicht so recht genießen. Danach machte ich mich auf den Weg zur Zahnradbahnstation um die Formalitäten für den Lauf zu erledigen. Vielen Dank an der Stelle an die „Laufgemeinschaft St. Wolfgang“ für die perfekte Organisation des Laufes!

Gabi und Sarah benutzten die Zahnradbahn um oben auf mich zu warten. Sie fuhren um 09:00 mit dem „Begleiterzug – Kleidertransport“ voraus. Der Lauf startete um 09:30.

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Nachdem ich die ersten 600 Meter gelaufen war musste ich mir das erste Mal eingestehen dass die Steigung wohl doch ein wenig zu heftig für mich war. Ich begann daher schnell bergauf zu gehen. Ich war allerdings beruhigt dass es nicht nur mir so ging. Es war spannend mit anzusehen wie sich bereits nach so kurzer Zeit ein Feld mit LäuferInnen vorne absetzte. Nachdem die erste Steigung überwunden war konnte ich noch einmal ein kurzes Stück laufen. Spätestens ab der zweiten Steigung war es aber mit dem Laufen vorbei. Ich dacht mir, egal, besser „schnell“ gegangen als langsam gelaufen. Und so kämpfte ich mich Meter für Meter den Berg hinauf. Beruhigend war aber die Tatsache dass es den LäuferInnen vor und hinter mir auch nicht anders erging. Nachdem die Schafbergalm erreicht war konnte ich noch eimal ein kurzes Stück laufen. Aber das nutzte mir auch nichts mehr um meine erhoffte Zielzeit zu erreichen. Die Steigung erlaubte mir einfach nicht schneller als möglich vorwärts zu kommen. Ein kleines Trostpflaster war die Tatsache dass es am Berg kühler war als im Tal.2017-05-21 10.07.36

Kurz vor dem Ziel kämpfte ich mich mit letzter Kraft über die rettende Ziellinie. Mit einer Zielzeit von  1:12:54,6 war ich um knapp 3 Minuten langsamer als geplant.

>> HIER KLICKEN << um zu weiteren Fotos vom Zieleinlauf zu kommen!

Am Berg gab es ein herrliches Buffet bzw. die Möglichkeit im Hotel duschen zu gehen. Wir nahmen um 12:05 den Zug um wieder ins Tal zu fahren.

Nachdem wir unsere Rucksäcke vom Quartier abgeholt hatten gingen wir noch eine Kleinigkeit essen und machten uns danach am Weg zurück nach Wien.

Zusammenfassend gibt es hier ein kurzes Video (nicht von mir) zum Schafberglauf 2017!

10.05. – 11.05.2017 – Neusiedler See (Rad)

Es war unsere erste Radtour mit der „FollowMe Tandemkupplung„. Bisher war ich damit nur in Wien unterwegs. Es war also an der Zeit diese innovative Erfindung endlich einmal in der „großen weiten Welt“ zu testen.

IMG_0903Der erste Teil unserer Radtour führte uns quer durch die Stadt zum Wiener Hauptbahnhof. Nachdem wir die Tickets und ein wenig Proviant gekauft hatten begaben wir uns zu unserem Zug nach Neusiedl am See. Da auf dieser Relation Züge mit Niederflureinstieg unterwegs sind, war das Verladen der Räder kein Problem. Selbst unsere jüngste Mitreisende konnte ihr Fahrrad selbst verladen. Die Fahrt von Wien nach Neusiedl dauert ca. 40 Minuten.

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Der neugestaltete Bahnhof von Neusiedl verfügt über Aufzüge. Somit kommt man bequem vom Bahnsteig zum Bahnhofsvorplatz.

Von Neusiedl machten wir uns auf den Weg Richtung Podersdorf. Zahlreiche Plätze entlang des Radweges laden zum Verweilen ein.

Unseren ursprünglichen Plan, über Frauenkirchen nach Podersdorf zu fahren, verwarfen wir allerdings wieder. Der Gegenwind und das Gewicht des Fahrradtandems machten die Fahrt doch anstrengender als ursprünglich erwartet. Außerdem wollten wir unsere jüngste Mitreisende nicht gleich am ersten Tag mit zu viel Zeit im Fahrradsattel überfordern.

In Podersdorf suchten wir uns ein Quartier direkt am See. Im Gasthof Kummer bezogen wir ein 3-Bett-Zimmer für 88 € inkl. Frühstück. Das Zimmer verfügte über ein Bad mit WC & Dusche und über einen Balkon mit Blick auf den See.

Den Abend ließen wir am Strand bzw. beim Heurigen ausklingen.

Am nächsten Tag stand eine Bootsfahrt von Podersdorf nach Breitenbrunn am Programm. Da man bei einer Nächtigung am Neusiedlersee automatisch die „Neusiedler See Card“ erhält, kostete uns die Überfahrt nur die Hälfte.

IMG_0915In Breitenbrunn befindet sich die Anlegestelle direkt beim Seebad. Sehr zur Freude unserer jüngsten Mitreisenden gab es dort einen Spielplatz, viel Platz um fangen zu spielen und einen künstlichen Sandstrand. Dieser wurde natürlich genutzt um die erste Sandburg in diesem Jahr zu bauen.

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In Breitenbrunn gibt es einen alten Wehrturm. Dieser kann mit der „Neusiedler See Card“ gratis besucht werden. Von oben hat man einen traumhaften Blick auf den See bzw. die Umgebung von Breitenbrunn.

Die letzte Etappe führte uns wieder zurück nach Neusiedl am See und von dort mit dem Zug zurück nach Wien.

19.04. – 23.04.2017 – Kosice

Für die Anreise nach Kosice hatten wir uns im Vorfeld für den seit Dezember 2016 verkehrenden Schlafwagen entschieden. Abfahrt war um 22:50 am Wiener Hauptbahnhof. Unter anderem fahren Waggons dieses Zuges nach Berlin, Warschau und Krakau. Die Tickets hatte ich schon Anfang des Jahres im Internet besorgt. Für 29 € pro Person bekamen wir ein 3-Bett-Abteil in dem wir allerdings nur zu zweit reisten. Nach ein paar Besorgungen und einem Imbiss am Hauptbahnhof gingen wir zu unserem Zug.

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Das Abteil war zwar ein bisschen eng, aber da es ohnehin schon spät war, bezogen wir alsbald unsere Betten und ließen uns in den Schlaf schaukeln. Als wir am nächsten Morgen aufwachten war draußen tiefster Winter. Wir befanden uns in der Hohen Tatra. Bis wir in Kosice ankamen war vom Schnee allerdings nichts mehr zu sehen.

2017-04-20 07.40.43Was allerdings blieb war die Kälte und eisiger Wind. (Tageshöchsttemperatur + 4 °c)

Nachdem wir uns ein Tagesticket (3,20 €) für die Straßenbahn besorgt hatten, begannen wir damit das Straßenbahnnetz zu bereisen. Leider haben am Tag vor unserer Ankunft umfangreiche Sanierungsarbeiten begonnen. Das führte dazu dass ca. die Hälfte aller Linien nicht befahren werden konnten.

Immerhin war die Überlandstrecke zum Stahlwerk in Betrieb. Die Strecke verbindet die Stadt mit dem ca. 11 Kilometer entfernten Werk und dient in erster Linie zur An- und Abreise der Schichtarbeiter.

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Unser Quartier habe ich ebenfalls bereits im Voraus im Internet gebucht. Es war ein Haus, etwa 1,5 km von der Altstadt entfernt. Bis auf ein paar Ameisen in meinem Zimmer war die Unterkunft – dem Preis entsprechend – in Ordnung.

Um nicht nur Eisenbahn- und Straßenbahn zu fahren widmeten wir auch einen Tag der Besichtigung von Kosice. Das Zentrum der Stadt bildet ein langgezogener Hauptplatz.  Hier befindet sich unter anderem der Elisabeth-Dom. Dieser ist die größte Kirche der Slowakei. In unmittelbarer Nähe steht das Staatstheater. Kosice war gemeinsam mit Marseille im Jahr 2013 europäische Kulturhauptstadt.

In Kosice gibt es drei Synagogen. Dieser Bericht aus dem Jahr 2013 beschreibt das jüdische Leben in Kosice: http://www.deutschlandradiokultur.de/juedisches-leben-in-kosice.1079.de.html?dram:article_id=247042

Aber es gibt auch noch Spuren die an die sozialistische Zeit erinnern!

Am letzten Tag statten wir der „Kindereisenbahn“ einen Besuch ab. Leider waren wir einen Tag zu früh dort. Der Betrieb startete nämlich erst am Sonntag.

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Als Entschädigung besuchten wir dafür das „Heizhausfest“. Im Eintritt (3 €) war eine kurze Fahrt vom Hauptbahnhof ins Heizhausgelände inkludiert.

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Es gab viele alte Fahrzeuge (Schiene & Straße) zu bestaunen, diverse kulinarische Angebote und einen eigenen Bereich für Kinder. Insgesamt erweckte das Fest den Eindruck eines großen Volksfestes.

Das Highlight war ein inszenierter Tieffliegerangriff. Diesen verpassten wir aber leider da wir zu dem Zeitpunkt gerade in einem alten Speisewagen unser Mittagessen einnahmen. Wir hörten bloß das Röhren der Tiefflieger bzw. sahen wir noch zwei Soldaten in Wehrmachts- bzw. Roter-Armee-Uniform.

Für unsere Heimreise am Sonntag kauften wir noch am Vorabend die Fahrkarten. Eine Fahrkarte für den „Intercity“ Kosice – Bratislava kostete 21,50 € (Sitzplatzreservierung inklusive). Um uns die Fahrzeit zu verkürzen nutzten wir natürlich den Speisewagen. Es war ein traumhaftes Gefühl bei frischgekochten Speisen durch die wunderschöne Slowakei zu fahren.

Fast erbärmlich wirkte hingegen der Zug der ÖBB der uns die letzten Kilometer von Bratislava nach Wien brachte …

 

05.04.2017 – Wanderung: Bratislava – Svätý Jur (ca. 22 km)

Unsere Reise startete in Wien Handelskai. Nachdem ich noch ein paar Vorräte im Supermarkt gekauft hatte, besorgten wir unsere Tickets. Danach ging es über Gänserndorf und Marchegg nach Devínska Nová Ves. Dort stiegen wir in einen Regionalzug – der slowakischen Bahn – um der uns nach Bratislava – Železná studienka brachte.

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Wir waren denkbar schlecht ausgerüstet da wir weder eine Wanderkarte noch ein vernünftig funktionierendes GPS-Gerät hatten. Mein „Garmin Edge“ stellte sich – wie so oft – als ziemlich ungeeignet fürs Wandern heraus. Und auch die „OpenStreetMap App“ war wertlos da ich vergessen hatte für mein Handy ein Datenpaket für die Slowakei zu lösen. Wir waren daher auf unseren Instinkt und auf die Wegweiser im Wald angewiesen um uns erfolgreich zu unserem Ziel – Svätý Jur – durchzuschlagen. Unser erstes Ziel war der Fernsehturm von Bratislava. Aber Dank zahlreicher Tafeln und Wegweiser war es absolut kein Problem – ohne GPS und Wanderkarte – vorwärts zu kommen.

Am Weg zum Fernsehturm kamen wir an einem neu errichtetem (2016) Aussichtsturm vorbei.

Unmittelbar in der Nähe vom Fernsehturm gibt es einen Sessellift. Wir verzichteten aber darauf mit diesem zu fahren.

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Unser Weg führte uns weiter durch die unspektakulären Wälder der kleinen Karparten. Die Gegend unterscheidet sich kaum vom Wienerwald. An einem idyllischen Plätzchen machten wir unsere Mittagsrast.

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Gestärkt gingen wir die zweite Hälfte der Wanderung an. Sehr zu unserem Missfallen führte der gut beschilderte Weg ca. 1/3 der Strecke auf asphaltierten Wegen. Langsam machten sich auch die ersten Müdigkeitserscheinungen bemerkbar. Es gab auch kaum irgendwelche Highlights die ein wenig die Monotonie der Gegend durchbrechen konnten. Eines davon war die Feuerwehr die – wie wir später noch feststellten – zum Löschen eines Waldbrandes ausgerückt war. Dieser war allerdings bereits gelöscht als wir dran vorbeikamen. Für ein wenig Abwechslung sorgten immer wieder Quellen und Kreuze die entlang der Wanderwege zu sehen waren.

Nach ca. 7 Stunden haben wir unser Ziel, den Bahnhof von Svätý Jur, erreicht.

Wir hatten Glück dass ca. 5 Minuten nach unserer Ankunft ein Zug nach Bratislava fuhr. Nachdem wir unsere Tickets für die Rückreise nach Österreich besorgt hatten fuhren wir  nach Wien um den Tag beim Wirten ausklingen zu lassen.

04.02. – 05.02.2017 – St. Georgen (Flachgau) – Urlaub am Bauernhof

Urlaub am Bauernhof, davon schwärmte ich schon seit langer Zeit. Auf der Webseite www.urlaubambauernhof.at fand ich nach ein paar Minuten Suche einen Bauernhof im Salzburger Flachgau der mit der Bahn erreichbar war. Der Bauernhof war ca. 1 Kilometer von der Station St. Georgen (bei Salzburg) entfernt. Aber alles der Reihe nach.

Die Abreise erfolgte am 1. Tag der Semesterferien vom Wiener Hauptbahnhof. Zum Glück gab mir Gabi den entscheidenen Hinweis auf diesen „starken Reisetag“. Mit großem Glück konnte ich eine Woche zuvor noch eine Reservierung für 2 Personen im Railjet nach Salzburg tätigen. Unsere jüngste Mitreisende durfte die Reise, auf einem Schoß ihrer Wahl, verbringen. Zum Glück waren ja zwei davon vorhanden! Der Zug erreichte Salzburg mit ein paar Minuten Verspätung. Diese kostet uns zwar unseren Anschluss Richtung Lamprechtshausen, aber dafür konnten wir ein kurzes Sonnenbad am Bahnhofsvorplatz genießen. Nach dieser 30-minütigen Pause ging es mit einem Zug der Salzburger Lokalbahn weiter nach Acharting ins Raggei Bräu zum Mittagessen. Acharting ist ein kleiner Ort der aus ein paar Bauernhöfen besteht. Zur Freude unserer jüngsten Mitreisenden gab es auch Pferde am Weg zum Lokal. Der Tag war gerettet.

2017-02-04-14-19-26Nach dem Mittagessen fuhren wir mit der Bahn weiter nach Bürmoos um noch eine Kleinigkeit fürs Abendessen zu besorgen. Von Bürmoos wollten wir anschließend zu Fuß nach St. Georgen gehen. Da der Gehweg aber bei der Bahnstation Eching endet, fuhren wir von dort mit dem Zug nach St. Georgen.

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Der Weg zum Bauernhof führt teilweise einem Rad- und Gehweg entlang durch die Felder. Man hat einen herrlichen Ausblick Richtung Gebirge. Am Bauernhof angekommen, mussten wir natürlich gleich die Tiere im Stall besuchen. Leider waren die Kühe nicht so zutraulich wie ich mir das erwartet hatte. Aber ihnen beim Fressen zuschauen hat ja auch etwas Meditatives. Zum Glück gab es wenigstens eine Ziege die sich von mir füttern ließ. Unsere jüngste Mitreisende war auch sichtlich begeistert von den Tieren. Im Gästezimmer nutzten wir anschließend die Möglichkeit diverse Brettspiele auszuprobieren. Danach zogen wir uns auf unser gemütliches Zimmer zurück.

Am nächsten Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück. Bevor wir uns am Weg Richtung Bahnhof machten, besuchten wir nochmal die Tiere im Stall.

Die Rückreise nach Wien bestritten wir wieder in Etappen. Unser erster Stopp war in Oberndorf bzw. Laufen (Bayern). Wir statteten der beeindruckenden Stiftskirche von Laufen und der „Stille-Nacht-Kapelle“ in Oberndorf einen Besuch ab.

Mit der Bahn ging es weiter nach Salzburg um im Sternbräu unser Mittagessen einzunehmen. Zum Glück haben wir noch am Weg zum Bahnhof einen Spielplatz entdeckt. Somit war auch unsere jüngste Mitreisende vollauf zufrieden.

Die Fahrt, zurück nach Wien, genossen wir in der „First Class“ im Railjet.

29.01.2017 – Wanderung: Bhf. Guntramsdorf-Thallern – Anninger – Einöde (Pfaffstätten) – Bhf. Baden

Heute wanderten Andi, Alex, Peter, Thomas und ich von Guntramsdorf nach Baden. Unserer Wanderung begann am Bhf. Guntramsdorf-Thallern. Im Gegensatz zu Wien, schneite es in Guntramsdorf, und somit wurde diese Wanderung zu einer Tour durch eine traumhafte Winterlandschaft.

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Vom Bhf. ging es bergauf durch die Weingärten Richtung Laxenburgerwald.

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Eigentlich wollten wir im Wald auf den „Beethovenweg“ Richtung Baden abzweigen. Aber wir konnten diesen Weg zu keinem Zeitpunkt der Wanderung finden. Der Weg war zwar auf dieser alten Karte eingezeichnet, allerdings gab es keinerlei Hinweise darauf wo dieser Weg abzweigt.

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Wir mussten daher eine alternative Route Richtung Baden wählen.

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Da uns diese Route über den Anninger führte, nutzen Peter und ich die Möglichkeit , zur Wilhelmswarte (675 m ü. A.) aufzusteigen.  Dort war auch zeitgleich der höchste Punkt unserer Wanderung erreicht. Leider war der Ausblick von der Warte keine 10 Meter weit.

Von der Warte gingen wir weiter Richtung Baden. Eigentlich hatten wir vor über die Rudolf Proksch-Hütte nach Baden zu gehen. Da diese aber geschlossen hatte, und der Weg von dort nicht bis Baden durch den Wald führt, entschieden wir uns durch das „Große Kiental“ zu marschieren.

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Dabei führt der Weg vorbei an Einöde (Pfaffstätten).

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Nach einem weiteren kurzen Anstieg steht man im weitläufigen Gelände des Badener Kurparks. Hier hat man unzählige Möglichkeiten um in die Stadt zu gelangen. Da wir schon ziemlich hungrig und verfroren waren, wählten wir natürlich den schnellsten Weg. Nach ca. 13 km Wandern, erfreuten wir uns im Café Central an heißem Tee, Kaffee und Kuchen.

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Danach traten wir die Rückreise nach Wien an.

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